Fachinformation - mNEXSPIKE Injektionsdispersion in einer Fertigspritze
Zusammensetzung
Wirkstoffe
SARS-CoV-2 mRNA ist eine einzelsträngige Boten-RNA (messenger RNA, mRNA) mit 5’-Cap-Struktur, die mit Hilfe einer zellfreien In-vitro-Transkription aus den entsprechenden DNA-Vorlagen hergestellt wird und für die N-terminale Domäne (NTD) und rezeptorbindende Domäne (RBD) des viralen Spike (S)-Proteins von SARS-CoV-2 (XBB.1.5) kodiert. Die mRNA ist in Lipid-Nanopartikel eingebettet.
Hilfsstoffe
Heptadecan-9-yl-8-((2-hydroxyethyl)-(6-oxo-6-(undecyloxy)-hexyl)-amino)-octanoat (SM-102); Cholesterin; 1,2-Distearoyl-sn-Glycero-3-Phosphocholin (DSPC); 1,2-Dimyristoyl-rac-Glycero-3-Methoxypolyethylenglycol-2000 (PEG2000-DMG); Trometamol; Trometamolhydrochlorid; Saccharose; Wasser für Injektionszwecke.
Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit
Injektionsdispersion in einer Fertigspritze.
Weisse bis cremefarbene Dispersion (pH: 7.1 – 7.8).
Eine Einzeldosis-Fertigspritze enthält 0.2 ml des Impfstoffes.
Eine Dosis (0.2 ml) enthält 10 µg SARS-CoV-2 mRNA.
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
mNEXSPIKE wird angewendet zur aktiven Immunisierung von Personen ab 12 Jahren zur Vorbeugung von COVID-19, verursacht durch SARS CoV 2.
Die Anwendung dieses Impfstoffs sollte gemäss den offiziellen Empfehlungen erfolgen.
Dosierung/Anwendung
Dieses Arzneimittel ist durch geschulte medizinische Fachpersonen unter aseptischer Arbeitsweise zu verabreichen, um die Sterilität zu gewährleisten.
Dosierung
Die empfohlene Dosierung von mNEXSPIKE ist eine Einzeldosis von 0.2 ml des Impfstoffes (10 µg SARS-CoV-2 mRNA).
Bei Personen, die bereits mit einem COVID-19-Impfstoff geimpft wurden, sollte mNEXSPIKE frühestens 3 Monate nach der letzten Dosis eines COVID-19-Impfstoffs gegeben werden (siehe Abschnitte “Warnhinweise und Vorsichtsmass-nahmen” und “Eigenschaften/Wirkungen”).
Ältere Personen
Bei älteren Personen im Alter von ≥ 65 Jahren ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Kinder
Die Sicherheit und Wirksamkeit von mNEXSPIKE bei Kindern unter 12 Jahren wurde bisher noch nicht nachgewiesen. Es liegen dazu keine Daten vor.
Art der Anwendung
Nur zur intramuskulären Injektion. Die bevorzugte Injektionsstelle ist der Deltamuskel des Oberarms.
Diesen Impfstoff nicht intravenös, subkutan oder intradermal verabreichen.
Der Impfstoff darf nicht mit anderen Impfstoffen oder Arzneimitteln in derselben Spritze gemischt werden.
Hinweise zur Handhabung des Arzneimittels vor der Verabreichung, siehe Rubrik «Sonstige Hinweise».
Zu ergreifende Vorsichtsmassnahmen vor der Anwendung des Impfstoffs, siehe Rubrik „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“.
Rückverfolgbarkeit
Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird empfohlen, den Handelsnamen und die Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in der Rubrik "Zusammensetzung" genannten Hilfsstoffe.
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
Überempfindlichkeit und Anaphylaxie
Zur Versorgung im Fall einer möglichen anaphylaktischen Reaktion nach der Verabreichung des Impfstoffs muss stets eine geeignete medizinische Behandlung und Überwachung unmittelbar verfügbar sein.
Nach der Impfung wird eine engmaschige Beobachtung für mindestens 15 Minuten empfohlen. An Personen, die auf eine frühere Dosis des Impfstoffs mit einer Anaphylaxie reagiert haben, darf keine weitere Dosis des Impfstoffs verabreicht werden.
Myokarditis and Perikarditis
Ein erhöhtes Risiko für Myokarditis und Perikarditis ist nach der Impfung mit einigen anderen COVID 19-Impfstoffen beobachtet worden. Diese Erkrankungen können sich innerhalb weniger Tage nach der Impfung entwickeln und treten hauptsächlich innerhalb von 14 Tagen auf. Sie wurden häufiger bei jüngeren Männern beobachtet. Angehörige der Gesundheitsberufe sollten auf Anzeichen und Symptome einer Myokarditis oder Perikarditis achten. Die Geimpften (einschliesslich deren Eltern oder Betreuungspersonen) sollten angewiesen werden, sofort einen Arzt aufzusuchen, wenn sich bei ihnen Symptome zeigen, die auf eine Myokarditis oder Perikarditis hinweisen.Angstbedingte Reaktionen
Angstbedingte Reaktionen
Im Zusammenhang mit der Impfung können angstbedingte Reaktionen einschliesslich vasovagaler Reaktionen (Synkope), Hyperventilation oder stressbedingte Reaktionen als psychogene Reaktion auf den Nadelstich auftreten. Es müssen Vorkehrungen getroffen werden, um Verletzungen infolge einer Ohnmacht zu vermeiden.
Begleiterkrankungen
Bei Personen, die an einer akuten schweren fieberhaften Erkrankung oder akuten Infektion leiden, sollte die Impfung verschoben werden. Das Vorliegen einer leichten Infektion und/oder leichten Fiebers ist kein Grund für eine Verzögerung der Impfung.
Thrombozytopenie und Gerinnungsstörungen
Wie bei anderen intramuskulären Injektionen sollte die Verabreichung des Impfstoffs bei Personen, die eine Therapie mit Antikoagulanzien erhalten, oder Personen, die an einer Thrombozytopenie oder einer Gerinnungsstörung (wie beispielsweise Hämophilie) leiden, mit besonderer Vorsicht erfolgen, da es bei diesen Personen nach einer intramuskulären Verabreichung zu Blutungen oder Hämatomen kommen kann.
Immungschwächte Personen
Es liegen keine Daten zur Sicherheit und Immunogenität von mNEXSPIKE bei immungeschwächten Personen vor. Bei Personen unter immunsuppressiver Therapie oder Patienten mit geschwächtem Immunsystem könnte die Immunantwort auf diesen Impfstoff vermindert sein.
Einschränkungen der Wirksamkeit des Impfstoffes
Wie bei allen Impfstoffen schützt die Impfung mit mNEXSPIKE möglicherweise nicht alle Geimpften.
Dauer des Schutzes
Die Dauer der Schutzwirkung des Impfstoffes ist nicht bekannt und wird derzeit in laufenden klinischen Studien ermittelt.
Interaktionen
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.
Die gleichzeitige Anwendung von mNEXSPIKE mit anderen Impfstoffen wurde bisher nicht untersucht.
Schwangerschaft, Stillzeit
Schwangerschaft
Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen (weniger als 300 Schwangerschaftsausgänge) mit der Anwendung von mNEXSPIKE bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt "Präklinische Daten"). Aus Vorsichtsgründen sollte eine Anwendung von mNEXSPIKE während der Schwangerschaft vermieden werden.
Stillzeit
Es wird angenommen, dass keine Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene/Kind auftreten, weil die systemische Exposition der stillenden Frau gegenüber dem Wirkstoff von mNEXSPIKE vernachlässigbar ist. Beobachtungsdaten von Frauen, die nach der Impfung mit Elasomeran und dessen Varianten stillten, zeigten kein Risiko für Nebenwirkungen bei gestillten Neugeborenen/Kindern.
mNEXSPIKE kann während der Stillzeit angewendet werden.
Fertilität
Es liegen keine Daten beim Menschen zu Auswirkungen von mNEXSPIKE auf die Fertilität vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine weibliche Reproduktionstoxizität. Zur Beurteilung funktioneller Auswirkungen in Bezug auf eine männliche Reproduktionstoxizität liegen keine ausreichenden tierexperimentellen Studien zu dem Impfstoff vor (siehe Abschnitt „Präklinische Daten“).
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
mNEXSPIKE hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Einige der in der Rubrik «Unerwünschte Wirkungen» aufgeführten Wirkungen (z. B. Ermüdung) können jedoch vorübergehende Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen haben.
Unerwünschte Wirkungen
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Schmerzen an der Injektionsstelle (68.5%), Müdigkeit (50.4%), Kopfschmerzen (44.2%), Myalgie (38.2%), Arthralgie (29.7%), Schüttelfrost (22.7%), Schwellung/Druckschmerz der axillären Lymphknoten (19.7%) und Übelkeit/Erbrechen (12.1%).
Nachfolgende Nebenwirkungen traten gehäuft bei Teilnehmern unter 18 Jahren auf: Schmerzen an der Injektionsstelle (68,8 %), Kopfschmerzen (54,5 %), Myalgie (39,2 %), Schwellung oder Druckschmerz der axillären Lymphknoten (34,6 %), Schüttelfrost (31,6 %) und Übelkeit/Erbrechen (16,1 %).
Tabellarische Auflistung der unerwünschten Wirkungen
Die Sicherheit von mNEXSPIKE wurde in einer klinischen Studie der Phase 3, Studie mRNA-1283-P301 (Studie 1), untersucht. An dieser Studie nahmen 11’417 Personen ab 12 Jahren teil. Die mediane Dauer der Sicherheitsnachbeobachtung betrug 8.8 Monate.
Das nachstehend dargestellte Sicherheitsprofil und die Angaben zur Häufigkeit der Nebenwirkungen basieren auf Daten von 5‘706 Personen im Alter von ≥ 12 Jahren. Die nach Alter stratifizierte Auswertung deutet auf einen Trend abnehmender Reaktogenität mit zunehmendem Alter hin.
Die gemeldeten Nebenwirkungen sind nach folgenden Häufigkeitsangaben aufgeführt:
Sehr häufig (≥1/10)
Häufig (≥1/100, <1/10)
Gelegentlich (≥1/1‘000, <1/100)
Selten (≥1/10‘000, <1/1‘000)
Sehr selten (<1/10‘000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt (Tabelle 1).
Tabelle 1. Nebenwirkungen
| MedDRA-Systemorganklasse | Häufigkeit | Nebenwirkungen |
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | Sehr häufig | Lymphadenopathie (ipsilaterale axilläre Schwellung oder Druckschmerz) |
| Selten | Lymphadenopathie (z. B. supraklavikulär) | |
| Erkrankungen des Nervensystems | Sehr häufig | Kopfschmerzen |
| Selten | Hypoästhesie | |
| Erkrankungen des Immunsystems | Gelegentlich | Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Urtikaria, chronische Urtikaria, Ausschlag, Pruritus) |
| Nicht bekannt | Anaphylaktische Reaktion | |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Sehr häufig | Übelkeit/Erbrechen |
| Selten | Diarrhö | |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | Sehr selten | Ausschlag |
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen | Sehr häufig | Myalgie Arthralgie |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Sehr häufig | Schmerzen an der Injektionsstelle Ermüdung Schüttelfrost |
| Häufig | Fieber Schwellung an der Injektionsstelle Erythem an der Injektionsstelle | |
| Selten | Jucken an der Injektionsstelle Blauer Fleck an der Injektionsstelle |
Kinder und Jugendliche
Die Daten zur Sicherheit von mNEXSPIKE bei Jugendlichen stammen aus einer randomisierten, beobachterverblindeten, aktiv kontrollierten klinische Studie der Phase 3, in der die relative Impfstoffwirksamkeit, Sicherheit und Immunogenität von mNEXSPIKE bei Teilnehmern ab 12 Jahren in den USA, dem Vereinigten Königreich und Kanada untersucht wurden. In dieser Studie waren 8.7 % (N = 992/11‘417) der Teilnehmenden 12 Jahre bis 17 Jahre alt.
Die Inzidenz strukturiert erfasster systemischer Nebenwirkungen war in der mNEXSPIKE-Gruppe in allen Alters-Untergruppen vergleichbar wie in der Gesamtpopulation. In mRNA-1283-P301 (Studie 1) ergab die Auswertung der spontan berichteten unerwünschten Ereignisse keine Sicherheitsbedenken für die Population der Jugendlichen und es wurden keine klinisch bedenklichen Unterschiede zwischen beiden Impfstoffgruppen oder im Vergleich zur erwachsenen Population festgestellt.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
Überdosierung
Es wurden keine Fälle einer Überdosierung berichtet.
Im Falle einer Überdosierung wird eine Überwachung der Vitalfunktionen und eine mögliche symptomatische Behandlung empfohlen.
Eigenschaften/Wirkungen
ATC-Code
J07BN01
Wirkungsmechanismus
mNEXSPIKE ist ein in Lipid-Nanopartikeln formulierter Impfstoff auf der Basis von Nukleosid-modifizierter mRNA, die für die membranständige, verbundene N-terminale Domäne (NTD) und rezeptorbindende Domäne (RBD) des Spike(S)-Glykoproteins von SARS-CoV-2-Stämmen kodiert. Der Impfstoff löst eine Immunreaktion gegen die NTD und die RBD des S-Antigens aus und führt so zur Bildung neutralisierender Antikörper, die zum Schutz vor COVID-19 beitragen.
Klinische Wirksamkeit
Studie mRNA-1283-P301 (Studie 1)
Die Studie P301 war eine randomisierte, beobachterverblindete, aktiv kontrollierte klinische Studie der Phase 3, in der die relative Impfstoffwirksamkeit, Sicherheit und Immunogenität von mNEXSPIKE bei Teilnehmern ab 12 Jahren in den USA, dem Vereinigten Königreich und in Kanada untersucht wurde. Die Randomisierung erfolgte stratifiziert nach den Altersgruppen 12 bis 17 Jahre, 18 bis 64 Jahre sowie 65 Jahre und älter. Die Kriterien der Studie erlaubten auch den Einschluss von Teilnehmern mit stabilen Vorerkrankungen, definiert als Erkrankung, die in den letzten 2 Monaten vor dem Einschluss keine wesentlichen Änderungen der Behandlung oder Krankenhausaufenthalte wegen Verschlechterung der Erkrankung erforderlich machte, sowie von Teilnehmern mit stabiler Infektion mit dem humanen Immundefizienzvirus (HIV). Insgesamt wurden 11 454 Teilnehmer im Verhältnis 1:1 randomisiert, um entweder mNEXSPIKE (10 Mikrogramm SARS-CoV-2-mRNA; n = 5 728) oder Elasomeran/Davesomeran, den Vergleichsimpfstoff (50 Mikrogramm mRNA; n = 5 726), zu erhalten. Alle Teilnehmer ausser einem in der mNEXSPIKE-Gruppe hatten vor der Studie bereits mindestens eine Dosis eines COVID-19-Impfstoffs erhalten, wobei der zeitliche Abstand zur letzten Dosis im Median 9,8 Monate betrug. Die Wirksamkeit und Sicherheit der Teilnehmer wurde ein Jahr lang nachbeobachtet.
Das mediane Alter der Sicherheitspopulation in mRNA-1283-P301 lag bei 56 Jahren (Bereich: 12–96 Jahre); 8,7 % der Teilnehmer waren 12 bis 17 Jahre alt, 62,6 % waren 18 bis 64 Jahre alt, 28,7 % waren 65 Jahre und älter und 5,2 % waren über 75 Jahre alt. Von der Gesamtheit der Teilnehmer waren 45,7 % männlich und 54,3 % weiblich; 13,2 % waren hispanischer oder lateinamerikanischer Herkunft; als ethnische Abstammung gaben 82,2 % weiss an, 11,2 % schwarz oder afroamerikanisch, 3,6 % asiatisch und 2,4 % „Sonstige“. Die demografischen Merkmale der Teilnehmer, die mNEXSPIKE erhielten und derer, die Elasomeran/Davesomeran erhielten, waren vergleichbar.
Die Population für die primäre Wirksamkeitsanalyse (auch als Per-Protokoll-Set für die Wirksamkeit bezeichnet) war von den demografischen Merkmalen her vergleichbar mit der Sicherheitspopulation und umfasste 11‘366 Teilnehmer, die entweder mNEXSPIKE (SARS-CoV-2-mRNA) (n = 5‘679) oder Elasomeran/Davesomeran (n = 5‘687) erhielten. Es bestanden keine erkennbaren Unterschiede bei den demografischen Merkmalen zwischen den Teilnehmern, die mNEXSPIKE erhielten und denen, die Elasomeran/Davesomeran erhielten.
Die Population für die relative Impfstoffwirksamkeitsanalyse umfasste Teilnehmer ab 12 Jahren, die ab dem 28. März 2023 eingeschlossen und bis zum 31. Januar 2024 auf das Auftreten von COVID-19 nachbeobachtet wurden. Die mediane Dauer der Nachbeobachtung betrug 8 Monate.
Das primäre Wirksamkeitsziel dieser Studie war der Nachweis der Nichtunterlegenheit der Impfstoffwirksamkeit gegen COVID-19 ab 14 Tage nach der Impfung im Vergleich zu Elasomeran/Davesomeran. Das statistische Kriterium zum Nachweis der Nichtunterlegenheit verlangte, dass die untere Grenze des 99,4%-KI der relativen Impfstoffwirksamkeit > -10 % betrug. Dieses vordefinierte primäre Ziel wurde erreicht (siehe Tabelle 2). In diesem Zeitraum wurde die Wirksamkeit von Elasomeran/Davesomeran in Bezug auf COVID-19-bedingte Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte in Beobachtungsstudien festgestellt.
Tabelle 2. Relative Wirksamkeit des Impfstoffs gegen COVID-19* bei Teilnehmern ab 12 Jahren, ab 14 Tagen nach einer Einzeldosis mNEXSPIKE oder Elasomeran/Davesomeran – Per-Protocol-Set für die Wirksamkeit
| Alter | mNEXSPIKEa | Elasomeran/Davesomeranb | % Relative Impfstoff- wirksamkeit (99.4%-KI)c | ||||
Teilnehmer (N) | COVID-19- Fälle (n) | Inzidenzrate von COVID-19 pro 100 Personen-Monate | Teilnehmer (N) | COVID-19- Fälle (n) | Inzidenzrate von COVID-19 pro 100 Personen-Monate | ||
| Alle Teilnehmer | 5’679 | 560 | 1.4 | 5’687 | 617 | 1.5 | 9.3 (-6.6, 22.8) |
* Vorliegen von mindestens einem Symptom aus einer Liste von COVID-19-Symptomen und ein positiver Nasopharyngealabstrich auf SARS-CoV-2, bestätigt durch RT-PCR (Reverse-Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion). Aufgeführte Symptome waren Fieber (Temperatur > 38 °C/≥ 100.4°F) oder Schüttelfrost, Husten, Kurzatmigkeit oder Atembeschwerden, Ermüdung, Muskel- oder Körperschmerzen, Kopfschmerzen, neuer Verlust des Geschmacks oder des Geruchssinns, Halsschmerzen, verstopfte oder laufende Nase, Übelkeit oder Erbrechen oder Diarrhoe.
a Verabreicht wurde eine Einzeldosis von 10 µg SARS-COV-2 mRNA.
b Verabreicht wurde eine Einzeldosis von 50 µg mRNA.
c Relative Impfstoffwirksamkeit (rVE) = 1-Hazard Ratio (mNEXSPIKE vs. Elasomeran/Davesomeran. Die Schätzung von Hazard Ratio und KI erfolgt mit einem stratifizierten Cox-Modell für proportionale Hazards (stratifiziert nach Altersgruppen gemäss der Randomisierung) mit Efron-Methode des „Tie-Handling“ und mit der Behandlungsgruppe als festem Effekt. Die Berechnung des alpha-adjustierten 2-seitigen (99,4%-)KI für COVID-19-Erkrankungen gemäss Definition der CDC (Centers for Disease Control and Prevention) erfolgt mit der Näherungs-Spending-Funktion nach Lan-DeMets / O‘Brien-Fleming (nominales einseitiges Alpha = 0,0028).
Die Population der primären Immunogenitätsanalyse umfasste 621 Teilnehmer, die mNEXSPIKE erhielten, und 568 Teilnehmer, die Elasomeran/Davesomeran erhielten. Die demografischen Merkmale zu Studienbeginn waren vergleichbar mit denen der Sicherheitspopulation / im Per-Protokoll-Set für die Wirksamkeit wie weiter oben beschrieben.
Die Konzentrationen neutralisierender Antikörper gegen ein Original- und Omikron-BA.4/BA.5 exprimierendes Pseudovirus wurden verglichen. In den primären Immunogenitätsanalysen zum Vergleich des Verhältnisses der geometrischen Mittel der Konzentration (GMC) nach mNEXSPIKE und nach Elasomeran/Davesomeran erfüllte mNEXSPIKE das vordefinierte Nichtunterlegenheitskriterium einer 95%-KI-Untergrenze von > 0,667. Die Analysen der Differenz der Seroresponse-Raten (SRR) erfüllten ebenfalls das vordefinierte Nichtunterlegenheitskriterium einer Untergrenze des 95%-KI von > -10 %. Diese Analysen sind in Tabelle 3 zusammengefasst.
Tabelle 3. Vergleich der geometrischen mittleren Konzentration (GMC) und Seroresponse (SRR) 28 Tage nach einer Einzeldosis mNEXSPIKE vs. 28 Tage nach einer Einzeldosis Elasomeran/Davesomeran – Per-Protocol-Subset für die Immunogenität*
| Test | mNEXSPIKEa GMC N = 621 (95%-KI)b | Elasomeran/ Davesomeranc GMC N = 568 (95%-KI)b | GMC-Ratio (mNEXSPIKE / Elasomeran/Davesomeran) (95%-KI)b |
| Omikron BA.4/BA.5 | 2 340,9 (2 167,0; 2 528,8) | 1 753,8 (1 618,2; 1 900,7) | 1,3 (1,2; 1,5) |
| Original-SARS-CoV-2 (D614G) | 10 631,9 (9 960,2; 11 348,9) | 8 576,5 (8 012,5; 9 180,1) | 1,2 (1,1; 1,4) |
mNEXSPIKEa Seroresponsec N = 621 % (95%-KI)e | Elasomeran/ Davesomeran Seroresponsed N = 568 % (95%-KI)e | Differenz der SRR (mNEXSPIKE – Elasomeran/Davesomeran) % (95%-KI)f | |
| Omicron BA.4/BA.5 | 79,9 (76,5; 83,0) | 65,5 (61,4; 69,4) | 14,4 (9,3; 19,4) |
| Original-SARS-CoV-2 (D614G) | 83,6 (80,4; 86,4) | 72,9 (69,0; 76,5) | 10,7 (6,0; 15,4) |
N = Anzahl Teilnehmer ohne fehlende Daten zu dem/den jeweiligen Zeitpunkt(en).
* Das Per-Protokoll-Subset für die Immunogenität umfasste eine zufällig ausgewählte Teilnehmerstichprobe, die einen Prüfimpfstoff erhalten hatten und bei denen kein grösserer Prüfplanverstoss mit Auswirkung auf die Immunreaktion vorlag und von denen Beurteilungen der Immunogenität sowohl vor als auch nach der Dosisgabe zum primär interessierenden Zeitpunkt (28 Tage nach der Dosisgabe) vorlagen.
a Verabreicht wurde eine Einzeldosis von 10 Mikrogramm SARS-CoV-2-mRNA.
b Die Analyse der log-transformierten Antikörperspiegel erfolgte nach dem Kovarianzanalyse (ANCOVA)-Modell mit Gruppenvariablen (mNEXSPIKE vs. Elasomeran/Davesomeran) als festem Effekt, adjustiert nach SARS-CoV-2-Status zu Studienbeginn, nach Altersgruppe bei Randomisierung, nach Zahl der vorherigen COVID-19-Auffrischungsimpfungen (0, 1, 2, ≥ 3) und dem Typ des jeweilig zuletzt verabreichten COVID-19-Impfstoffs. Bei den Koeffizienten für Kleinste-Quadrate(KQ)-Mittelwerte werden Margen nach Level verwendet. Die resultierenden KQ-Mittelwerte, Differenzen von KQ-Mittelwerten und 95%-KI sind für die Zwecke der Darstellung auf die Originalskala zurücktransformiert.
c Elasomeran/Davesomeran wurde als Einzeldosis von 50 Mikrogramm mRNA verabreicht.
d Seroresponse (Serumantwort) ist definiert als Veränderung des Antikörperwerts vom Ausgangswert unter LLoQ auf ≥ 4 × LLoQ oder von einem Ausgangswert ≥ LLoQ und < 4 × LLoQ um mindestens das 4-Fache oder von einem Ausgangswert ≥ 4 × LLoQ um mindestens das 2-Fache, wobei Ausgangswert sich auf den Wert vor der Dosisgabe bezieht.
e Die Berechnung des 95%-KI erfolgt anhand der Clopper-Pearson-Methode.
f Die Berechnung des 95%-KI erfolgt anhand der Konfidenzgrenzen von Miettinen-Nurminen (Score).
Anmerkung: Antikörperwerte unter der unteren Bestimmungsgrenze (LLoQ) werden durch 0,5 × LLoQ ersetzt. Werte über der oberen Bestimmungsgrenze (ULoQ) werden durch ULoQ ersetzt, wenn der tatsächliche Wert nicht bekannt ist.
Studie P301 Japan (Studie 2)
Die Studie P301 Japan war eine randomisierte, beobachterverblindete, aktiv kontrollierte klinische Studie der Phase 3, in der die Immunogenität und Sicherheit von mNEXSPIKE bei Teilnehmern ab 12 Jahren in Japan untersucht wurden. Die Randomisierung erfolgte stratifiziert nach den Altersgruppen: 12 bis 17 Jahre, 18 bis 64 Jahre sowie 65 Jahre und älter. Die Kriterien der Studie erlaubten auch den Einschluss von Teilnehmern mit stabilen Vorerkrankungen, definiert als Erkrankung, die in den letzten 2 Monaten vor dem Einschluss keine wesentlichen Änderungen der Behandlung oder Krankenhausaufenthalte wegen Verschlechterung der Erkrankung erforderlich machte, sowie von Teilnehmern mit stabiler Infektion mit dem humanen Immundefizienzvirus (HIV). Insgesamt wurden 692 Teilnehmer im Verhältnis 1:1 randomisiert, um entweder mNEXSPIKE (10 Mikrogramm SARS-CoV-2-mRNA; n = 344) oder Andusomeran [gegen den Stamm Omikron XBB.1.5 gerichtet (50 Mikrogramm mRNA; n = 348)] zu erhalten.
Alle Teilnehmer hatten vor der Studie bereits mindestens eine Dosis eines COVID-19-Impfstoffs erhalten, wobei der zeitliche Abstand zur letzten Dosis im Median 16,7 Monate betrug.
Die Population für die primäre Immunogenitätsanalyse umfasste 334 Teilnehmer, die mNEXSPIKE erhielten und 334 Teilnehmer, die Andusomeran erhielten. Von den in Bezug auf die Immunogenität untersuchten Teilnehmern waren 65,0 % männlich und 35,0 % weiblich und alle waren asiatischer Abstammung. Das mediane Alter der Teilnehmer lag bei 52 Jahren (Bereich: 12–83 Jahre) und 20,7 % der Teilnehmer waren 65 Jahre und älter.
Die Konzentrationen neutralisierender Antikörper gegen ein Omikron XBB.1.5 exprimierendes Pseudovirus wurden verglichen. In den primären Immunogenitätsanalysen zum Vergleich des GMC-Verhältnisses nach mNEXSPIKE und nach Andusomeran erfüllte mNEXSPIKE das vordefinierte Nichtunterlegenheitskriterium einer 95%-KI-Untergrenze von > 0,667. Analysen der Differenz der Seroresponse-Raten wurden ebenfalls zusammengefasst (Tabelle 4).
Tabelle 4: Vergleich der GMC und SRR 28 Tage nach einer Einzeldosis mNEXSPIKE versus 28 Tage nach einer Einzeldosis Andusomeran – Per-Protokoll-Set für die Immunogenität*
| Test | mNEXSPIKEa GMC (95%-KI)b N = 334 | Andusomeranc GMC (95%-KI)b N = 334 | GMC-Ratio (mNEXSPIKE / Andusomeran) (95%-KI)b |
| Omikron XBB.1.5 | 1 757,2 (1 580,1; 1 954,3) | 1 470,4 (1 322,4; 1 635,0) | 1,20 (1,03; 1,39) |
mNEXSPIKEa Seroresponsed % (95%-KI)e N = 334 | Andusomeranc Seroresponsed % (95%-KI)e N = 334 | Differenz der SRR (mNEXSPIKE – Andusomeran) % (95%-KI)f | |
92,2 (88,8; 94,9) | 86,8 (82,7; 90,3) | 5,4 (0,8; 10,2) |
N = Anzahl Teilnehmer ohne fehlende Daten zu Studienbeginn und zu dem/den jeweiligen Zeitpunkt(en).
* Das Per-Protokoll-Set für die Immunogenität umfasste Teilnehmer, die einen Prüfimpfstoff erhalten hatten und bei denen kein grösserer Prüfplanverstoss mit Auswirkung auf die Immunreaktion vorlag und von denen Beurteilungen der Immunogenität sowohl vor als auch nach der Dosisgabe zum primär interessierenden Zeitpunkt (28 Tage nach der Dosisgabe) vorlagen.
a mNEXSPIKE wurde als Einzeldosis von 10 Mikrogramm SARS-CoV-2-mRNA verabreicht.
b Die Analyse der log-transformierten Antikörperspiegel erfolgte nach dem Kovarianzanalyse (ANCOVA)-Modell mit Gruppenvariablen (mNEXSPIKE vs. Andusomeran) als festem Effekt, adjustiert nach SARS-CoV-2-Status zu Studienbeginn, nach Altersgruppe bei Randomisierung, nach Zahl der vorherigen Auffrischimpfungen (0, 1, 2, ≥ 3) und dem Typ des jeweilig zuletzt verabreichten COVID-19-Impfstoffs. Die KQ-Mittelwerte basieren auf beobachteten Margen. Die resultierenden KQ-Mittelwerte, Differenzen von KQ-Mittelwerten und 95%-KI sind für die Zwecke der Darstellung auf die Originalskala zurücktransformiert.
c Einzeldosis.
d Seroresponse (Serumantwort) ist definiert als Veränderung des Antikörperwerts von einem Ausgangswert unter LLoQ auf ≥ 4 × LLoQ oder von einem Ausgangswert ≥ LLoQ und < 4 × LLoQ um mindestens das 4-Fache oder von einem Ausgangswert ≥ 4 × LLoQ um mindestens das 2-Fache, wobei Ausgangswert sich auf den Wert vor der Dosisgabe bezieht.
e Die Berechnung des 95%-KI erfolgt anhand der Clopper-Pearson-Methode.
f Die Berechnung des 95%-KI erfolgt anhand der Konfidenzgrenzen von Miettinen-Nurminen (Score).
Anmerkung: Antikörperwerte unter der unteren Bestimmungsgrenze (LLoQ) werden durch 0,5 × LLoQ ersetzt. Werte über der oberen Bestimmungsgrenze (ULoQ) werden durch ULoQ ersetzt, wenn der tatsächliche Wert nicht bekannt ist.
Pharmakokinetik
Absorption
Nicht zutreffend.
Distribution
Nicht zutreffend.
Metabolismus
Nicht zutreffend.
Elimination
Nicht zutreffend.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Nierenfunktionsstörungen
Es wurden keine klinischen Studien durchgeführt, um den Einfluss einer eingeschränkten Nierenfunktion zu untersuchen.
Leberfunktionsstörungen
Es wurden keine klinischen Studien durchgeführt, um den Einfluss einer eingeschränkten Leberfunktion zu untersuchen.
Präklinische Daten
Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe, Genotoxizität und Entwicklungs- und Reproduktionstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
Genotoxizität
Kanzerogenitätsstudien wurden nicht durchgeführt. Von den Komponenten des Impfstoffs (Lipide und mRNA) wird kein genotoxisches Potenzial erwartet.
Entwicklungs- und Reprodukionstoxizität
Zur Beurteilung funktioneller Auswirkungen in Bezug auf eine männliche Reproduktionstoxizität liegen keine ausreichenden tierexperimentellen Studien zu mNEXSPIKE vor.
Studien zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität bei Ratten im Zusammenhang mit dem mNEXSPIKE-Impfstoff ergaben keine impfstoffbedingten Auswirkungen auf die Fertilität der Weibchen, auf die Trächtigkeit oder auf die embryofetale oder postnatale Entwicklung der Nachkommen.
Sonstige Hinweise
Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieser Impfstoff nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit „EXP“ bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Im Gefrierschrank bei -40 °C bis -15 °C lagern.
Nach dem Auftauen im Kühlschrank (2 °C bis 8 °C) aufbewahren und nicht erneut einfrieren.
Die Fertigspritzen im Originalkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Lagerungsbedingungen nach dem Auftauen
Innerhalb der Haltbarkeitsdauer von 1 Jahr ist der Impfstoff für 30 Tage lang stabil, wenn er bei 2°C bis 8°C und vor Licht geschützt gelagert wird. Am Ende dieser 30 Tage ist der Impfstoff sofort zu verbrauchen oder zu entsorgen (siehe Abschnitt „Besondere Lagerungshinweise“).
Nach dem Auftauen darf der Impfstoff nicht wieder eingefroren werden.
Nach dem Überführen des Impfstoffs in die Lagerung bei 2 °C bis 8 °C ist das neue Verfallsdatum bei 2 °C bis 8 °C auf dem Umkarton zu vermerken.
Wenn der Impfstoff bei 2°C bis 8°C erhalten wird, ist er anschliessend bei 2°C bis 8°C zu lagern. Das neue Verfallsdatum bei 2°C bis 8°C des aufgetaut ausgelieferten Produktes ist auf einer Etikette auf der Aussenpackung angebracht. Bitte beachten Sie, dass das auf der Aussenpackung und auf der Fertigspritze aufgedruckte Verfallsdatum (EXP) für die tiefgekühlte Lagerung zwischen -40 °C bis -15°C nicht überklebt wird.
Die Fertigspritzen können nach der Entnahme aus der Kühlung bis zu 24 Stunden bei 8°C bis 25°C aufbewahrt werden. Innerhalb dieses Zeitraums können die Fertigspritzen bei Umgebungslicht gehandhabt werden. Nach der Aufbewahrung bei 8°C bis 25°C dürfen sie nicht wieder im Kühlschrank gelagert werden. Die Spritze ist zu entsorgen, wenn sie innerhalb dieses Zeitraums nicht verwendet wurde.
Transport der aufgetauten Fertigspritzen im flüssigen Zustand im Umkarton bei 2 °C bis 8 °C
Wenn ein Transport bei -40 °C bis -15 °C nicht möglich ist, unterstützen die vorliegenden Daten den Transport einer oder mehrerer aufgetauter Fertigspritzen im flüssigen Zustand bei 2 °C bis 8 °C (innerhalb der Haltbarkeitsdauer von 30 Tagen).
Nach dem Auftauen und Transport im flüssigen Zustand bei 2 °C bis 8 °C dürfen die Fertigspritzen nicht wieder eingefroren und müssen bis zur Verwendung bei 2 °C bis 8 °C aufbewahrt werden.
Hinweise für die Handhabung
Dieses Arzneimittel ist durch geschulte medizinische Fachpersonen unter aseptischer Arbeitsweise zu verabreichen, um die Sterilität zu gewährleisten.
Hinweise zur Handhabung vor dem Gebrauch
Der Impfstoff ist nach dem Auftauen gebrauchsfertig.
Den Inhalt nicht verdünnen.
Die Fertigspritze vor Gebrauch nicht schütteln.
Jede Fertigspritze ist nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt.
Die Fertigspritze nicht verwenden, wenn sie heruntergefallen ist oder beschädigt wurde oder das Sicherheitssiegel des Kartons beschädigt ist.
Aus jeder Fertigspritze kann eine (1) Dosis von 0.2 ml verabreicht werden.
mNEXSPIKE wird als Fertigspritze entweder im gefrorenen oder im aufgetauten Zustand versandt und geliefert (siehe Abschnitt „Besondere Lagerungshinwiese“). Wenn der Impfstoff gefroren ist, muss er vor Gebrauch vollständig aufgetaut werden. Jede Fertigspritze ist vor der Verwendung aufzutauen, entweder im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur, gemäss den Anweisungen in Tabelle 5.
Einzelne Fertigspritzen können unmittelbar vor Gebrauch aus ihrem Umkarton mit 1 oder 10 Fertigspritzen entnommen und entweder im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur aufgetaut werden. Die restlichen Fertigspritzen müssen weiterhin in der Originalverpackung im Gefrierschrank oder Kühlschrank gelagert werden.
Wenn der Impfstoff bei Raumtemperatur (15 °C bis 25 °C) aufgetaut wird, ist die Fertigspritze gebrauchsfertig. Spritzen, die bei Raumtemperatur aufgetaut wurden, nicht wieder im Kühlschrank lagern.
Die Fertigspritzen können nach der Entnahme aus der Kühlung bis zu 24 Stunden bei 8 °C bis 25 °C aufbewahrt werden. Innerhalb dieses Zeitraums kann die Handhabung der Fertigspritzen unter Umgebungslichtbedingungen erfolgen. Die Spritze ist zu entsorgen, wenn sie in diesem Zeitraum nicht verwendet wurde.
Jede Fertigspritze ist vor Gebrauch gemäss den nachstehenden Anweisungen aufzutauen. Die Fertigspritzen können ausserhalb des Kartons oder im Karton selbst aufgetaut werden, entweder im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur (Tabelle 5).
Tabelle 5. Anweisungen zum Auftauen von Fertigspritzen und Kartons vor vor dem Gebrauch
| Packungsgrösse | Anweisungen für das Auftauen und Dauer | |||
| Auftauen im Kühlschrank | Dauer des Auftauens | Auftauen bei Raumtemperatur | Dauer des Auftauens | |
1 Fertigspritze (aus dem Karton entnommen) oder Karton mit 1 Fertigspritze | 2 C–8° C | 100 Min. | 15 C–25°C | 40 Min. |
| Karton mit 10 Fertigspritzen | 2 C–8°C | 160 Min. | 15 C–25°C | 80 Min. |
Verabreichung
- Nicht schütteln.
- Die Fertigspritze sollte vor der Verabreichung visuell auf Partikel und Verfärbungen untersucht werden.
- Den Impfstoff nicht verwenden, wenn er verfärbt ist oder Partikel enthält oder noch nicht vollständig aufgetaut ist.
- In den Kartons der Fertigspritzen sind keine Nadeln enthalten.
- Eine sterile Nadel mit der geeigneten Grösse für die intramuskuläre Injektion verwenden (21 Gauge-Nadel oder dünner).
- Die Spritze so halten, dass die Verschlusskappe nach oben zeigt, und die Verschlusskappe entfernen, indem Sie sie gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis sie sich löst. Die Verschlusskappe in einer langsamen, stetigen Bewegung entfernen. Nicht an der Verschlusskappe ziehen, während Sie sie abdrehen.
- Die Nadel anbringen, indem Sie sie im Uhrzeigersinn drehen, bis sie fest auf der Fertigspritze sitzt.
- Die Kappe der Nadel entfernen, wenn Sie zur Verabreichung bereit sind.
- Der Impfstoff ist nach dem Entfernen der Verschlusskappe unverzüglich zu verabreichen.
- Die gesamte Dosis intramuskulär verabreichen.
- Die Fertigspritze nach dem einmaligen Gebrauch entsorgen.
Entsorgung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist gemäss den nationalen Anforderungen zu entsorgen.
Zulassungsnummer
70272 (Swissmedic) mNEXSPIKE Injektionsdispersion in einer Fertigspritze
Packungen
Packungsgrösse:
1 Fertigspritze. Eine Fertigspritze enthält eine Dosis à 0.2 ml [B].
10 Fertigspritzen. Jede Fertigspritze enthält eine Dosis à 0.2 ml [B].
mNEXSPIKE wird in einer Fertigspritze (Polymer) mit Kolbenstopfen (beschichteter Brombutylkautschuk) und einer Verschlusskappe (Brombutylkautschuk), ohne Kanülen geliefert.
Zulassungsinhaberin
Moderna Switzerland GmbH, Basel
Stand der Information
August 2026
