Fachinformation - Galli Ad, 0.74 – 3.70 GBq, Radionuklidgenerator
Zusammensetzung
Wirkstoffe
Germaniumchlorid [68Ge]GeCl4 (Mutternuklid), fixiert an Säulenmatrix
Galliumchlorid [68Ga]GaCl3 (Tochternuklid), eluiert mit verdünnter Salzsäure
Hilfsstoffe
Acidum Hydrochloricum, aqua ad injectabile (0.1 mol/l)
Säulenmatrix: Titandioxid
Spezifikationen
Entsprechen Ph. Eur. 2464, insbesondere:
Ge-68 und gammastrahlungsemittierende Verunreinigungen ≤ 0.001% der totalen Radioaktivität
pH ≤ 2.
Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit
Der Radionuklidgenerator enthält (68Ge) Germanium als Mutternuklid, das in das Tochternuklid (68Ga) Gallium zerfällt.
Das für die Produktion des (68Ge/68Ga) Generators verwendete Germanium (68Ge) ist trägerfrei.
Der Galli Ad 0.74 – 3.70 GBq Radionuklidgenerator ist ein System zur Elution von (68Ga)Galliumchloridlösung zur radioaktiven Markierung nach Ph. Eur. 2464. Diese Lösung wird von einer Säule eluiert auf der das Mutternuklid Germanium (68Ge), Vorläufer von Gallium (68Ga), fixiert wurde.
Zum Beispiel enthält 1.1 ml Eluat eines 1.85 GBq Generators ein potenzielles Maximum von 1850 MBq 68Ga und 18.5 kBq 68Ge (0.001 % Durchbruch). Dies entspricht 1.2 ng 68Ga-Gallium und 0.07 ng 68Ge-Germanium. Tabelle 1 enthält die Werte für jede Generatoraktivität.
Tabelle 1: Werte für jede Generatoraktivität
| Radionuklidgenerator aktivität (GBq) | 68Ga (MBq) | 68Ge (kBq) | 68Ga-Gallium (ng) | 68Ge-Germanium (ng) |
| 0.74 | 740 | 0.74 | 0.5 | 0.03 |
| 1.11 | 1110 | 11.1 | 0.7 | 0.04 |
| 1.48 | 1480 | 14.8 | 1.0 | 0.06 |
| 1.85 | 1850 | 18.5 | 1.2 | 0.07 |
| 3.70 | 3700 | 37.0 | 2.4 | 0.14 |
Die Menge an (68Ga) Galliumchloridlösung, die aus dem Generator eluiert werden kann, hängt von der Menge an vorhandenem (68Ge) Germanium und dem seit der vorherigen Elution vergangenen Zeitraum ab. Befinden sich Mutter- und Tochternuklid in einem Gleichgewicht, können mehr als 55 % des vorhandenen Gallium (68Ga) chlorids eluiert werden. Ein fixes Volumen von 1.1 ml (68Ga)chloridlösung wird eluiert.
Tabelle 2 fasst die gelieferte und die durch Elution zu Beginn und am Ende der Haltbarkeitsdauer erhaltene Aktivität des Generators zusammen.
Tabelle 2: Gelieferte und durch Elution erhaltene Aktivität des Generators
| Stärke | Aktiviät im Generator zu Beginn der Haltbarkeitsdaue | Aktiviät im Generator am Ende der Haltbarkeitsdauer | Eluierte Aktivität zu Beginn der Haltbarkeitsdauer* | Eluierte Aktivität am Ende der Haltbarkeitsdauer* |
| 0.74 GBq | 0.74 GBq ± 10 % | 0.3 GBq ± 10 % | min. 0.41 GBq | min. 0.16 GBq |
| 1.11 GBq | 1.11 GBq ± 10 % | 0.4 GBq ± 10 % | min. 0.61 GBq | min. 0.22 GBq |
| 1.48 GBq | 1.48 GBq ± 10 % | 0.6 GBq ± 10 % | min. 0.81 GBq | min. 0.32 GBq |
| 1.85 GBq | 1.85 GBq ± 10 % | 0.7 GBq ± 10 % | min. 1.02 GBq | min. 0.40 GBq |
| 3.70 GBq | 3.70 GBq ± 10 % | 1.4 GBq ± 10 % | min. 2.04 GBq | min. 0.80 GBq |
min. = mindestens
* im Zerfalls-Gleichgewicht
Ausführlichere Erläuterungen und Beispiele für eluierbare Aktivitäten zu verschiedenen Zeitpunkten sind in Abschnitt „Sonstige Hinweise“ zu finden.
Radionuklidgenerator
Der Generator wird in einem Kunststoffgehäuse mit einem Auslassport und einem Knopf geliefert. Die Elutionslösung ist im Kunststoffgehäuse integriert. Das Eluat kann am Auslassport aufgefangen werden oder direkt in eine Syntheseapparatur eingebracht werden.
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
Dieses Arzneimittel ist nicht für die direkte Anwendung am Patienten vorgesehen.
Das Eluat aus dem Radionuklidgenerator (Gallium(68Ga)-Chlorid-Lösung) ist für die In-vitro-Radiomarkierung verschiedener Kits zur Herstellung von Radiopharmazeutika vorgesehen, die für die Radiomarkierung mit dieser Lösung entwickelt und zugelassen wurden und für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) verwendet werden sollen.
Dosierung/Anwendung
Dieses Arzneimittel darf nur in dafür bewilligten Einrichtungen der Nuklearmedizin angewendet werden und sollte nur von Personen mit Erfahrung in der in vitro radioaktiven Markierung gehandhabt werden.
Dosierung
Die für die radioaktive Markierung erforderliche Menge an Eluat ((68Ga) Galliumchloridlösung) und die anschliessend verabreichte Menge des mit 68Ga-markierten Arzneimittels hängen von dem radioaktiv markierten Arzneimittel und dessen beabsichtigter Anwendung ab. Weitere Details finden Sie in der Fachinformation des jeweiligen radioaktiven Arzneimittels.
Strahlenexposition
Nach der intravenösen Gabe eines 68Ga-markierten Arzneimittels hängt die erhaltene Strahlendosis der verschiedenen Organe vom konkreten Arzneimittel ab, das radioaktiv markiert wurde. Informationen zur Strahlendosimetrie finden Sie in der Fachinformation des entsprechenden Arzneimittels.
Um den Beitrag nicht konjugierten 68Ga an der Strahlendosis nach Gabe des mit 68Ga-markierten Arzneimittels oder nach einer versehentlichen intravenösen Injektion der (68Ga)Galliumchloridlösung beurteilen zu können, wurde eine Verteilungsstudie an Ratten durchgeführt. Die Werte wurden mithilfe des sogenannten OLINDA (Organ Level Internal Dose Assessment)-Codes berechnet. Die Messzeitpunkte für die Dosimetrie waren 5 Minuten, 30 Minuten, 60 Minuten, 120 Minuten, 180 Minuten und 360 Minuten.
Die effektive Dosis aufgrund einer versehentlichen intravenös injizierten Aktivität von 250 MBq beträgt demnach für dieses Arzneimittel ungefähr 12.1 mSv für eine 57 kg schwere erwachsene Frau und 8.45 mSv für einen 70 kg schweren erwachsenen Mann.
Kinder und Jugendliche
Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen finden Sie in der Fachinformation des mit 68Ga-markierten Arzneimittels.
Art der Anwendung
Informationen zur Anwendung finden Sie in der Fachinformation des mit 68Ga-markierten Arzneimittels.
Kontraindikationen
(68Ga)Galliumchloridlösung darf dem Patienten nicht direkt verabreicht werden.
Die Anwendung von 68Ga-markierten Arzneimitteln ist kontraindiziert im Falle einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der im Kapitel «Zusammensetzung» genannten Hilfsstoffe.
Weitere Informationen zu Gegenanzeigen bestimmter mit 68Ga -markierter Arzneimittel, die durch radioaktive Markierung mit (68Ga)Galliumchloridlösung hergestellt werden, finden Sie in der Fachinformation des jeweiligen Arzneimittels, das radioaktiv markiert werden soll.
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
Eine unbeabsichtigte direkte Verabreichung der (68Ga)Galliumchloridlösung führt zu einer nicht gerechtfertigten Strahlenexposition der Patienten und muss dem BAG als medizinisches Ereignis gemeldet werden. Da das Eluat 0.1 mol/l Salzsäure enthält können auch örtliche Venenreizungen und, im Falle paravenöser Injektionen, Gewebsnekrosen auftreten. Der Zugang und der kontaminierte Hautbereich sollten deshalb mit isotonischer Salzlösung gespült werden.
Der 68Ge-Durchbruch im Eluat kann über 0,001 % steigen, wenn der Radionuklidgenerator mehrere Tage lang nicht eluiert wird. Alle in Abschnitt «Anweisungen zur Zubereitung von radioaktiven Arzneimitteln» aufgeführten Anweisungen sind genauestens zu befolgen, um das Risiko einer übermässigen Exposition gegenüber 68Ge zu vermeiden.
Individuelle Nutzen/Risiko-Rechtfertigung
Für jeden Patienten muss die Strahlenbelastung durch den wahrscheinlichen Nutzen gerechtfertigt sein. Die verabreichte Aktivität sollte in jedem Fall so niedrig wie realistischerweise möglich sein, um den erforderlichen Effekt zu erhalten.
Allgemeine Warnhinweise
Weitere Informationen zu besonderen Warnhinweisen und Vorsichtsmassnahmen für die Anwendung von 68Ga-markierten Arzneimitteln, finden Sie in der Fachinformation des jeweiligen Arzneimittels, das radioaktiv markiert werden soll.
Interaktionen
Weitere Informationen zu Wechselwirkungen in Zusammenhang mit der Anwendung von 68Ga-markierten Arzneimitteln finden Sie in der Fachinformation des Arzneimittels, das radioaktiv markiert werden soll.
Schwangerschaft, Stillzeit
Frauen im gebärfähigen Alter
Informationen zur Anwendung von 68Ga-markierten Arzneimitteln an gebärfähigen Frauen werden in der Fachinformation für das entsprechende radioaktive Arzneimittel angegeben.
Schwangerschaft
Informationen zur Anwendung von 68Ga-markierten Arzneimitteln während der Schwangerschaft und Stillzeit werden in der Fachinformation für das entsprechende radioaktive Arzneimittel angegeben.
Stillzeit
Siehe Bemerkung unter Schwangerschaft.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
Die Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen nach Anwendung von 68Ga-markierten Arzneimitteninformationen finden Sie in der Fachinformation des Arzneimittels, das radioaktiv markiert werden soll.
Unerwünschte Wirkungen
Mögliche Nebenwirkungen nach Anwendung eines 68Ga-markierten Arzneimittels hängen von dem jeweils angewendeten Arzneimittel ab. Diese Informationen werden in der Fachinformation des Arzneimittels, das radioaktiv markiert werden soll, aufgeführt.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert. jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
Überdosierung
Wenn eine grössere als die empfohlene Aktivität eines 68Ga-markierten radioaktiven Arzneimittels an einen Patienten verabreicht wird, kann es zu einer übermässigen Strahlenexposition kommen. Weitere Informationen finden sich in der Fachinformation des Arzneimittels.
Im Falle einer unbeabsichtigten Anwendung des Eluats ist durch das freie 68Ga keine toxische Wirkung zu erwarten. Das verabreichte freie 68Ga zerfällt innerhalb kurzer Zeit fast vollständig zu dem inaktiven 68Zn (97 % zerfallen innerhalb von 6 Stunden). Während dieses Zeitraums ist 68Ga hauptsächlich im Blut/Plasma (gebunden an Transferrin) und im Urin konzentriert. Der Patient sollte hydratisiert werden, um die 68Ga-Exkretion zu steigern. Ausserdem wird eine forcierte Diurese sowie das häufige Entleeren der Blase empfohlen.
Die Strahlendosis für Menschen kann anhand der Informationen in Abschnitt «Dosierung / Anwendung» geschätzt werden.
Eigenschaften/Wirkungen
ATC-Code
V09X
Physikalische Eigenschaften
Die physikalischen Eigenschaften des Mutternuklids (68Ge)Germanium und des Tochternuklids (68Ga)Gallium sind in Tabelle 3 zusammengefasst.
Tabelle 3: Physikalische Eigenschaften von (68Ge)Germanium und (68Ga)Gallium
| 68Ge | 68Ga | |
| Halbwertszeit | 270.95 Tage | 67.71 Minuten |
| Art des Teilchenzerfalls | Elektroneneinfang | Positronenemission |
| Röntgenstrahlung | 9-10 keV (44.1 %) | 9-10 keV (4.7 %) |
| Gammastrahlung | 511 keV (178.3 %) 1077 keV (3.2 %) | |
| Positronenstrahlung | 353 keV (1.2 %) 836 keV (87.9 %) |
Daten übernommen aus NuDat (www.nndc.bnl.gov)
Wirkungsmechanismus
Die 511 keV Gammastrahlung aus dem Positronenzerfall von Ga-68 wird für die Bildgebung mit der Positronen-Emmissions-Tomographie genutzt.
Pharmakodynamik
Die pharmakodynamischen Eigenschaften von 68Ga-markierten Arzneimitteln, hängen von dem markierten Trägermolekül ab. Weitere Informationen finden Sie in der Fachinformation des Arzneimittels, das radioaktiv markiert wird.
Klinische Wirksamkeit
Keine Daten vorhanden (siehe Bemerkung unter Pharmakodynamik).
Pharmakokinetik
Die (68Ga)Galliumchloridlösung ist nicht für die direkte Anwendung am Patienten, sondern für die in vitro radioaktive Markierung von verschiedenen Kits zur Herstellung einer radiopharmazeutischen Zubereitung angezeigt. Die pharmakokinetische Eigenschaften von 68Ga-markierten Arzneimitteln hängen deshalb von der Art des Arzneimittels ab, das radioaktiv markiert werden soll. Die Absorption, Distribution und Elimination von freiem 68Ga nach direkter Injektion von (68Ga)Galliumchloridlösung wurden bei Ratten untersucht. Aber hier wird auf eine Zusammenfassung der Ergebnisse verzichtet und nur die resultierende Abschätzung der Strahlenexposition im entsprechenden Abschnitt dieser Fachinformation verwendet.
Absorption
Keine Daten vorhanden (siehe Bemerkung unter Pharmakodynamik).
Distribution
Keine Daten vorhanden (siehe Bemerkung unter Pharmakodynamik).
Metabolismus
Keine Daten vorhanden (siehe Bemerkung unter Pharmakodynamik).
Elimination
Keine Daten vorhanden (siehe Bemerkung unter Pharmakodynamik).
Kinetik spezieller Patientengruppen
Keine Daten vorhanden (siehe Bemerkung unter Pharmakodynamik).
Präklinische Daten
Die toxikologischen Eigenschaften von 68Ga-markierten Arzneimitteln, die durch radioaktive Markierung mit einer (68Ga)Galliumchloridlösung vor der Anwendung hergestellt werden, hängen von dem Arzneimittel ab, das radioaktiv markiert wird.
Sonstige Hinweise
Inkompatibilitäten
Keine Daten (siehe Bemerkung unter Pharmakodynamik).
Haltbarkeit
Radionuklidgenerator: 12 Monate ab Kalibrierungsdatum.
Das Kalibrierungs- und das Verfalldatum stehen auf dem Etikett.
(68Ga)Galliumchlorid-Eluat: Das Eluat nach der Elution sofort verwenden.
Besondere Lagerungshinweise
Radionuklidgenerator: Nicht über 25 °C lagern.
Die Lagerung von radioaktiven Arzneimitteln muss entsprechend den nationalen Anforderungen für radioaktives Material erfolgen.
Die durchschnittliche Dosisleistung an der Oberfläche des (68Ge/68Ga) Radionuklidgenerators beträgt weniger als 0.054 µSv/h pro MBq 68Ge für Generatoren bis zu 1.85 GBq und weniger als 0.036 uSv/h pro MBq 68Ge für einen 3.70 GBq Generator. Somit erreicht ein Generator mit 1.85 bzw. 3.7 GBq eine maximale durchschnittliche Oberflächendosisleistung von 100 bzw. 133 µSv/h. Allgemein wird empfohlen, dass der Generator in einer Behelfsabschirmung gelagert wird, um die Dosis für das Bedienpersonal zu minimieren.
Hinweise für die Handhabung
Da die radioaktive Markierung empfindlich auf Metallspuren reagiert, müssen alle verwendeten Materialien das Risiko einer metallischen Verunreinigung minimieren. Glasgeräte sind gründlich zu reinigen, um sie rückstandsfrei zu halten. Zudem sollten nur säurebeständige Nadeln (z. B. silikonbeschichtet) eingesetzt werden.
Es wird empfohlen, für das säurehaltige Eluat keine unbeschichteten Chlorbutyl-Stopfen zu verwenden, da diese Zink freisetzen können. Idealerweise sollten die Durchstechflaschen genutzt werden, die der Markiersubstanz beiliegen. Alternativ ist ein identisches oder gleichwertiges Material zu verwenden.
Schnittbild des Galli Ad Radionuklidgenerators

3D Bild des Galli Ad Radionuklidgenerators
Grösse

Gewicht: ungefähr 17 kg
Anweisungen zur Zubereitung von radioaktiven Arzneimitteln
Die Elution des Generators muss in Gebäuden durchgeführt werden, die den nationalen Bestimmungen zur Sicherheit bei der Anwendung radioaktiver Produkte entsprechen.
Die Elution muss unter aseptischen Bedingungen durchgeführt werden.
Auspacken des Generators
1.Überprüfen Sie die Umverpackung auf Transportschäden. Falls die Verpackung beschädigt ist, führen Sie im beschädigten Bereich einen Wischtest auf radioaktive Kontamination durch. Informieren Sie den Strahlenschutzsachverständigen, wenn die Aktivität 40 Becquerel pro 100 cm2 übersteigt.
2.Beachten Sie die Pfeile vor dem Öffnen der Verpackung, um sicher zu stellen, dass die Transportverpackung in der richtigen Orientierung platziert ist. Kontrollieren Sie, ob die Sicherheitssiegel nicht gebrochen sind. Schneiden Sie dann die Siegel durch und öffnen Sie alle Spanverschlüsse. Entfernen Sie senkrecht den Oberteil der Umverpackung. Entfernen Sie die kleinen entfernbaren Schaumträgerelemente vom Unterteil der Umverpackung, um das Herausnehmen des Generators zu ermöglichen.
3.Entnehmen Sie den Generator vorsichtig und überprüfen Sie, ob die Strahlungsdosisleistung in einem Abstand von 1 Meter zu den Seiten der Transportverpackung mit dem angegebenen Transportindexwert übereinstimmt.
ACHTUNG: Vermeiden Sie Risiken: der Galli Ad-Generator wiegt ungefähr 17 kg. Behandeln Sie das Gerät vorsichtig, um mögliche Verletzungen zu vermeiden. Wurde der Generator fallen gelassen oder betrifft der Transportschaden auch die Innenverpackung, überprüfen Sie das System auf Undichtigkeiten und führen Sie einen Wischtest auf dem Generator durch.
4.Führen Sie einen Wischtest auf den beigelegten Elementen und der Aussenseite des Generators durch. Informieren Sie den Strahlenschutzsachverständigen, wenn beim Wischtest 40 Becquerel pro 100 cm2 überstiegen werden.
5.Überprüfen Sie das ganze Generator-Gehäuse, den Auslassport und das Siegel auf Schäden.
6.Entfernen Sie nicht den Auslassport-Stopfen, weder bevor der Generator installiert, noch bevor der Generator zur Elution bereitet ist.
Optimale Aufstellung:
1.Der Generator muss immer senkrecht platziert sein, d. h. so, dass der grüne Kontrollknopf nach oben gerichtet ist.
2.Zum Aufstellen des Galli Ad-Radionuklidgenerators an seinem endgültigen Platz, d.h. zusammen mit dem Synthesegerät oder zur manuellen Elution, wird empfohlen, die Auslassleitung so kurz als möglich (maximal 50 cm) zu belassen, da die Länge dieses Schlauchs die wiedergewonnene Ausbeute in der Auffangs-/Reaktionsdurchstechflasche beeinflussen kann.
3.Eine Lokalabschirmung wird empfohlen (insbesondere beim Ausführen einer Elution) und persönliche Schutzausrüstung, mit einem Augen- und Handschutz, muss angewendet werden.
Erste Anwendung des Generators:
WICHTIG: Vor der ersten Anwendung zu Radiomarkierungszwecken muss eine Vorbereitungs-prozedur durchgeführt werden, bei der sechs aufeinanderfolgende Elutionen verworfenen werden, welche alle innerhalb 24h durchgeführt werden müssen. Diese Elutionen können auch unmittelbar aufeinanderfolgend durchgeführt werden. Nach dieser Prozedur sind die folgenden Eluate konform mit den Spezifikationen der Ph.Eur., vorausgesetzt, dass die letzte Elution innerhalb 24 Stunden durchgeführt wurde. Diese Prozedur gilt nur für die ersten Eluate, die während der ersten vier Tage für radioaktive Markierung beabsichtigt werden (d. h. normalerweise nur während der ersten Anwendungswoche des Generators).

Das Eluat muss nach den ersten 6 verworfenen Vorbereitungselutionen auf 68Ge-Durchbruch untersucht werden und erneut nach sechs Monaten Anwendung. Vergleichen Sie dazu die Aktivitätswerte von 68Ga und 68Ge. Weitere Informationen zu Methode finden Sie in der Monographie 2464, Ph. Eur.
Vorbereitung:
1.Während der Anwendung des Generators, insbesondere beim Umgang mit dem Elutionsport, müssen Sie aseptisch arbeiten. Dies ist von entscheidender Bedeutung für den Erhalt der Sterilität.
Es sollten alle Handhabungen während des Gebrauchs des Generators, die möglicherweise die inneren Oberflächen des Generators der Umgebung aussetzen, in einer angemessen sauberen Umgebung und entsprechend den geltenden nationalen Anforderungen aseptisch durchgeführt werden.
2.Schrauben Sie mit der Hand den Auslassport-Stopfen vom Luer-Lock-Anschluss ab (Fig. 1).

3.Verbinden Sie mit der Hand den sterilen Schlauch (Verlängerungsleitung) mit dem Luer-Lock-Anschluss (Fig. 2). Jeder zur parenteralen Anwendung bestimmter Polyethylen- Schlauch ist geeignet, vorausgesetzt, dass das Totraumvolumen von 1 ml nicht überstiegen wird.

4.A. Bei Anwendung mit einem Synthesegerät verbinden Sie das andere Ende des Schlauches mit dem Synthesegerät. Vermeiden Sie ein heftiges Biegen oder Knicken der Leitung.
B. Im Falle manueller Elution, verbinden Sie eine sterile Nadel mit dem anderen Ende des Schlauches durch einen männlicher/männlicher Luer-Lock-Adapter (Fig. 3) (Zum Beispiel siehe Abschnitt «Packungen», "Zubehör, das mit dem Generator geliefert wird"). Vermeiden Sie ein heftiges Biegen oder Knicken der Leitung.

5.Der Galli Ad-Generator ist nun fertig für den Gebrauch.
Elution
1.Bereiten Sie weitere zusätzliche Materialien vor:
Persönliche Schutzausrüstung: Eine Elution sollte immer mit einem Augen- und Handschutz sowie geeigneter Laborbekleidung durchgeführt werden.
Benutzen sie eine abgeschirmte 10 ml evakuierte Durchstechflasche zum Auffangen des Eluats im Falle einer manueller Elution (siehe Abschnitt «Hinweise für die Handhabung»).
Bei Anwendung eines automatisierten Radiosynthesemoduls wird empfohlen ein steriles Einweg-Rückschlagventil zwischen männlicher/männlicher Luer- Lock-Adapter und dem automatisierten Radiosynthesemodul zu setzen.
2.Drehen Sie den grünen Knopf 90° bis zu der Ladeposition und warten Sie mindestens 10
Sekunden (Fig.4), slow = langsam.

WICHTIG: Wenn der Knopf, nach mehr als 6 Stunden in Ladeposition, nicht zur Anfangsposition zurückgedreht wurde, muss das Eluat verworfen werden.
3.Drehen Sie denn den Knopf 90° zu seiner Anfangsposition zurück (Fig. 5).

4.Der Generator ist nun für die Elution bereit, entweder durch manuelle Elution oder durch Verbindung mit einem Synthesemodul. In letzterem Falle befolgen sie die Vorgaben des Synthesemodul zur Elution. Nach abgeschlossener Elution und Markierung mit dem Synthesemodul gehen Sie bitte direkt zu Schritt 7.
5.Entfernen Sie die Kappe von der Nadel und stecken Sie diese schnell senkrecht im Zentrum des Septums von einer abgeschirmten sterilen evakuierten Durchstechflasche zum Eluieren (Fig.6). Warten Sie mindestens 3 Minuten für die Durchführung des Elutionsprozesses (ein fixiertes Volumen von 1.1 ml ist eluiert) und für das Entlüften der Leitung. Wenden Sie eine Lokalabschirmung oder Strahlenschutzmittel an, sobald die Aktivität vom Generator zur Durchstechflasche übertragen wird. Messen Sie die Lösung mit einem kalibrierten Aktivimeter um die Ausbeute zu bestimmen. Rechnen Sie die genau gemessene Radioaktivität zum Zeitpunkt des Beginns der Elution zurück.

6.Entfernen Sie die Nadel von der Durchstechflasche und setzen Sie die Kappe wieder auf (Fig. 7 und 8).

7.Trennen Sie mit der Hand den Schlauch vom Luer-Lock-Anschluss und setzen Sie die Kappe auf, um den Generatorauslass zu verschliessen (Fig. 9 und 10).

Routinemässige Elution im Dauerbetrieb:
Während der Haltbarkeitsdauer des Generators sind alle Eluate konform mit den Spezifikationen der Ph. Eur., vorausgesetzt, dass eine vorherige Elution innerhalb von den letzten 72 Stunden durchgeführt wurde. Wenn eine radioaktive Markierung beabsichtigt ist und der Generator innerhalb dieser Zeitspanne nicht eluiert wurde, muss zuerst eine Elution durchgeführt und verworfen werden. Es gilt zusätzlich zu beachten, ob die Hersteller der Kits, zusätzliche Anforderungen an das Eluat empfehlen (z.B. Verwendung von Eluat aus kürzeren Elutions-Intervallen).

Wurde der Generator über einen Zeitraum von mehr als einem Monat nicht eluiert, müssen drei aufeinanderfolgende verworfene Elutionen durchgeführt werden und das erste zu radioaktiver Markierung beabsichtigte Eluat muss innerhalb von den nächsten 24 Stunden extrahiert werden.

Die eluierte Lösung ist eine klare, sterile und farblose (68Ga)Galliumchloridlösung mit einem pH-Wert zwischen 0.5 und 2.0 sowie einer radiochemischen Reinheit von mehr als 95 %. Überprüfen Sie die Klarheit des Eluats vor Anwendung und verwerfen Sie das Eluat, falls es nicht klar sein sollte.
WICHTIG: Wurde die Säule nicht völlig entlüftet (wegen z. B. unzureichenden Vakuums in der Durchstechflasche), kann während einer Minute eine neue Vakuumdurchstechflasche mit dem Generatorauslass (via Schlauch, Anschluss und Nadel) verbunden werden. In diesem Fall muss der grüne Knopf am Generator in Elution/Stand-by-Position stehen.
Dieser Vorgang schliesst die Entlüftung ab. Falls dabei noch zusätzliches Eluat gewonnen wird, kann dieses auch verwendet werden, falls es sofort nach der vorherigen (unvollständigen) Elution angewandt wird. Ansonsten muss es verworfen werden.
Ausbeute bei der Galli Ad-Elution
Die auf dem Etikett genannte Aktivität des Galli Ad-Generators wird in 68Ge angegeben, das zum Kalibrierungsdatum (12:00 MEZ) zur Verfügung stand. Die verfügbare 68Ga- Aktivität hängt von der 68Ge-Aktivität zum Zeitpunkt der Elution und des seit der vorherigen Elution verstrichenen Zeitraums ab.
Ein Galli Ad-Generator im vollständigen Gleichgewicht erzielt eine Ausbeute von mehr als 55 % 68Ga.
Im Laufe der Zeit sinkt die erhaltene 68Ga Aktivität mit dem Zerfall des Vorläufers 68Ge. Beispielsweise nach einem Zerfall über 9 Monate (39 Wochen) ist die 68Ge Aktivität um 50 % gesunken (siehe Tabelle 4).
Tabelle 4: Zerfallstabelle für 68Ge
| Verstrichene Zeit in Wochen | Zerfallsfaktor | Verstrichene Zeit in Wochen | Zerfallsfaktor |
| 1 | 0.98 | 27 | 0.62 |
| 2 | 0.96 | 28 | 0.61 |
| 3 | 0.95 | 29 | 0.59 |
| 4 | 0.93 | 30 | 0.58 |
| 5 | 0.91 | 31 | 0.57 |
| 6 | 0.90 | 32 | 0.56 |
| 7 | 0.88 | 33 | 0.55 |
| 8 | 0.87 | 34 | 0.54 |
| 9 | 0.85 | 35 | 0.53 |
| 10 | 0.84 | 36 | 0.52 |
| 11 | 0.82 | 37 | 0.52 |
| 12 | 0.81 | 38 | 0.51 |
| 13 | 0.79 | 39 | 0.50 |
| 14 | 0.78 | 40 | 0.49 |
| 15 | 0.76 | 41 | 0.48 |
| 16 | 0.75 | 42 | 0.47 |
| 17 | 0.74 | 43 | 0.46 |
| 18 | 0.72 | 44 | 0.45 |
| 19 | 0.71 | 45 | 0.45 |
| 20 | 0.70 | 46 | 0.44 |
| 21 | 0.69 | 47 | 0.43 |
| 22 | 0.67 | 48 | 0.42 |
| 23 | 0.66 | 49 | 0.42 |
| 24 | 0.65 | 50 | 0.41 |
| 25 | 0.64 | 51 | 0.40 |
| 26 | 0.63 | 52 | 0.39 |
Nach einer Elution des Galli Ad-Generators wird 68Ga durch den kontinuierlichen Zerfall des Vorläufers 68Ge aufgebaut. Der Generator benötigt mindestens 7 Stunden, um nach der Elution eine nahezu vollständige Ausbeute zu erreichen. In der Praxis ist es jedoch auch möglich, den Generator früher zu eluieren. Empfohlene Zeit zwischen zwei Elutionen:
- Mindestens 3 Stunden für den 0.74 GBq, 1.11 GBq, 1.48 GBq, 1.85 GBq Generator
- Mindestens 1 Stunde für den 3.70 GBq Generator
Tabelle 5 zeigt den Aufbaufaktor der 68Ga-Aktivität in Abhängigkeit vom Zeitintervall (60 bis 410 Minuten) seit der vorangegangenen Elution.:
Tabelle 5: Aufbaufaktoren von 68Ga
| Verstrichene Zeit in Minuten | Aufbaufaktor | Verstrichene Zeit in Minuten | Aufbaufaktor |
| 60 | 0.46 | 270 | 0.94 |
| 70 | 0.51 | 280 | 0.94 |
| 80 | 0.56 | 290 | 0.95 |
| 90 | 0.60 | 300 | 0.95 |
| 100 | 0.64 | 310 | 0.96 |
| 110 | 0.68 | 320 | 0.96 |
| 120 | 0.71 | 330 | 0.97 |
| 130 | 0.74 | 340 | 0.97 |
| 140 | 0.76 | 350 | 0.97 |
| 150 | 0.78 | 360 | 0.97 |
| 160 | 0.81 | 370 | 0.98 |
| 170 | 0.82 | 380 | 0.98 |
| 180 | 0.84 | 390 | 0.98 |
| 190 | 0.86 | 400 | 0.98 |
| 200 | 0.87 | 410 | 0.98 |
Beispiele
Ein 1.85-GBq-Generator ist 12 Wochen alt. Gemäss Tabelle 4 kann die 68Ge- Aktivität auf der Säule wie folgt berechnet werden:
1.85 GBq x 0.81 = 1.499 GBq
Im vollständigen Gleichgewicht beträgt die 68Ga-Aktivität auf der Säule ebenfalls 1.499 GBq.
Der Generator wird eluiert und die aufgefangene 68Ga-Aktivität beträgt 1.049 GBq und entspricht einer repräsentativen Ausbeute von 70 %.
Der gleiche Generator wird 4 Stunden später eluiert. Die erforderlichen 7 Stunden zum Erreichen des 68Ge/68Ga-Gleichgewichts sind nicht verstrichen und die auf der Säule aufgebaute 68Ga-Aktivität kann gemäss Tabelle 5 wie folgt berechnet werden:
1.499 GBq x 0.91 = 1.364 GBq
Bei einer repräsentativen Ausbeute von 70 % 68Ga entspräche die angesammelte Aktivität:
1.364 GBq x 0.70 = 955 MBq
Hinweis:
Die 68Ga-Aktivität im Eluat kann gemessen werden, um die Qualität in Bezug auf Identität und Gehalt zu prüfen. Die Aktivität sollte sofort nach der Elution gemessen werden. Um die Strahlenbelastung zu verringern, kann die Messung auch später durchgeführt werden, jedoch nicht später als bis zum 5-fachen Halbwertszeitraum nach der Elution.
Aufgrund der kurzen Halbwertszeit von 68Ga (67.71 Minuten) muss die zwischen der Elution und der Aktivitätsmessung verstrichene Zeit zur Bestimmung der tatsächlichen Ausbeute zum Elutionszeitpunkt anhand der Zerfallstabelle von 68Ga (Tabelle 6) um den Zerfall korrigiert werden.
Beispiele:
Ein neuer 1.85-GBq-Generator wird eluiert. Die 10 Minuten nach der Elution gemessene 68Ga-Aktivität beträgt 1.169 GBq.
Die Ausbeute zum Zeitpunkt der Elution kann durch Division der gemessenen Aktivität durch den entsprechenden in Tabelle 6 genannten Faktor
der verstrichenen Zeit berechnet werden:
1.169 GBq / 0.903 = 1.295 GBq
Dies entspricht einer 68Ga-Ausbeute von 70 % zum Zeitpunkt der Elution: 1,295 GBq / 1,85 GBq x 100 % = 70 %
Tabelle 6: Zerfallstabelle für 68Ga
| Verstrichene Zeit in Minuten | Zerfallsfaktor | Verstrichene Zeit in Minuten | Zerfallsfaktor |
| 1 | 0.990 | 35 | 0.700 |
| 2 | 0.980 | 36 | 0.693 |
| 3 | 0.970 | 37 | 0.686 |
| 4 | 0.960 | 38 | 0.679 |
| 5 | 0.950 | 39 | 0.672 |
| 6 | 0.941 | 40 | 0.665 |
| 7 | 0.931 | 41 | 0.658 |
| 8 | 0.922 | 42 | 0.652 |
| 9 | 0.912 | 43 | 0.645 |
| 10 | 0.903 | 44 | 0.639 |
| 11 | 0.894 | 45 | 0.632 |
| 12 | 0.885 | 46 | 0.626 |
| 13 | 0.876 | 47 | 0.619 |
| 14 | 0.867 | 48 | 0.613 |
| 15 | 0.858 | 49 | 0.607 |
| 16 | 0.850 | 50 | 0.601 |
| 17 | 0.841 | 51 | 0.595 |
| 18 | 0.832 | 52 | 0.589 |
| 19 | 0.824 | 53 | 0.583 |
| 20 | 0.816 | 54 | 0.577 |
| 21 | 0.807 | 55 | 0.571 |
| 22 | 0.799 | 56 | 0.565 |
| 23 | 0.791 | 57 | 0.559 |
| 24 | 0.783 | 58 | 0.554 |
| 25 | 0.775 | 59 | 0.548 |
| 26 | 0.767 | 60 | 0.543 |
| 27 | 0.759 | 61 | 0.537 |
| 28 | 0.752 | 62 | 0.532 |
| 29 | 0.744 | 63 | 0.526 |
| 30 | 0.737 | 64 | 0.521 |
| 31 | 0.729 | 65 | 0.516 |
| 32 | 0.722 | 66 | 0.510 |
| 33 | 0.714 | 67 | 0.505 |
| 34 | 0.707 | 68 | 0.500 |
Qualitätskontrolle
Es wird empfohlen vor der ersten klinischen Anwendung eines neuen Generators ein Eluat zu prüfen auf die Klarheit der Lösung und den 68Ge-Durchbruch, um Transportschäden ausschliessen zu können.
Germanium-68 (68Ge)-Durchbruch
Mit jeder Elution wird eine geringe Menge 68Ge aus der Säule gewaschen. Der 68Ge-Durchbruch wird als Prozentsatz der gesamten, eluierten und um den Zerfall korrigierten 68Ga-Aktivität ausgedrückt. Er beträgt über die gesamte Haltbarkeitsdauer des Generators (12 Monate) nicht mehr als 0.001 %, wenn dieser gemäss den Anweisungen des vorliegenden Dokuments angewendet wird.
Zur regelmässigen Überprüfung des 68Ge-Durchbruchs sowie weiterer radionuklidischer Verunreinigungen mit einer Halbwertszeit von mehr als 5 Stunden wird eine Gammastrahlen-Spektrometrie durchgeführt. Für eine zuverlässige und präzise Quantifizierung kann ein Gamma-Counter (üblicherweise ein Szintillationszähler) oder ein hochreiner Germanium-Spektrometer (HPGe-Detektor) verwendet werden. Die Messung erfolgt an versiegelten Probenröhrchen in einem abgeschirmten Detektor, wobei die Messzeit – abhängig von der verbleibenden Aktivität und Konzentration – von wenigen Minuten bis zu mehreren Stunden variieren kann.
Für den zuverlässigen Nachweis der geringen 68Ge-Aktivität muss die zu prüfende Eluat-Probe vor der Messung mindestens 48 Stunden aufbewahrt werden. Dies ermöglicht das vollständige Abklingen des eluierten, kurzlebigen 68Ga auf ein Niveau, welches die Detektion der langlebigen Verunreinigungen in den spezifischen Energiefenstern erst erlaubt. Weitere Informationen finden Sie in der aktuellen Version von der Monographie 2464, Ph. Eur.
Allgemeine Warnhinweise
Radioaktive Arzneimittel dürfen nur von dazu befugtem Personal in der dazu vorgesehenen klinischen Einrichtung im Empfang genommen, angewendet und verabreicht werden. Der Wareneingang, die Lagerung, Anwendung, der Transport und die Beseitigung unterliegen den Bestimmungen und/oder den entsprechenden Bewilligungen der zuständigen amtlichen Behörden.
Radioaktive Arzneimittel müssen in einer Weise hergestellt werden, die sowohl den Anforderungen zur Strahlensicherheit als auch zur pharmazeutischen Qualität entsprechen. Angemessene aseptische Vorkehrungen müssen getroffen werden.
Der Generator darf aus keinem Grund zerlegt werden, da dies die Innenkomponenten beschädigen und möglicherweise zu einem Austreten radioaktiven Materials führen kann. Auch das Zerlegen der Plastikhülle ist untersagt, da dadurch der Bleimantel freigelegt wird.
Die Anwendung muss in einer Weise erfolgen, die das Kontaminationsrisiko für das Arzneimittel und das Strahlenrisiko für das Personal minimiert. Eine angemessene Abschirmung ist zwingend notwendig.
Die Verabreichung von radioaktiven Arzneimitteln kann andere Personen wegen externer Strahlung oder Kontamination durch Spritzer von Urin, Erbrochenem usw. gefährden. Deshalb müssen die einschlägigen nationalen Strahlenschutzbestimmungen eingehalten werden.
Abgelaufene Generatoren müssen nach IRE-ELiT zurückgeschickt werden. Vor der Rücksendung muss die Restaktivität des Generators geschätzt werden.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
Zulassungsnummer
70362 (Swissmedic)
Packungen
Ein Radionuklidgenerator. [A]
Die Radionuklidgeneratoren werden mit den nachfolgenden 68Ge-Aktivitätsmengen zum Kalibrierungsdatum geliefert: 0.74 GBq, 1.11 GBq, 1.48 GBq, 1.85 GBq, 3.70 GBq. Das integrierte Eluatvolumen (610 ml) in den 0.74 GBq, 1.11 GBq, 1.48 GBq, 1.85 GBq Radionuklidgeneratoren ermöglicht 450 Elutionen. Das integrierte Eluatvolumen (740 ml) des 3.70 GBq Generators ermöglicht 550 Elutionen.
Die Säule besteht aus einer PEEK (Polyetheretherketon)-Säule, die an die PEEK-Einlass- und Auslassleitungen über HPLC-ähnliche Anschlüsse befestigt sind. Die Einlassleitung wird an den Eluatbehälter (PE/EVOH) über ein Dosierungssystem (PE/EVA/PVC/PC/PTFE) und eine C Flexible Leitung angeschlossen, wohingegen die Auslassleitung an ein Verbindungstück angeschlossen wird, das durch das äussere Gehäuse des Galli Ad-Generators hindurchgeht.
Die Säule befindet sich innerhalb des Strahlenabschirmgehäuses (Pb, W). Das Abschirmgehäuse und der Eluatbehälter werden in einer Kunststoffverkleidung gesichert.
Zubehör, das mit dem Generator geliefert wird:
5 x 10 ml sterile evakuierte Durchstechflaschen Ref: SVV-10A (Huayi)
5 x sterile Schläuche Ref: 1155.03 oder 1155.05 (Vygon)
5 x sterile Nadeln 0.8 x 16 mm 21G 5/8" Ref: AN*2116R1 (Terumo)
5 x männlicher/männlicher-Luer-Lock-Anschlüsse Ref: 893.00 (Vygon)
Zulassungsinhaberin
b.e.imaging AG, Schwyz
Stand der Information
Mai 2026
