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mRESVIA, Injektionsdispersion in einer Fertigspritze – Fachinformation für Fachpersonen

Die Fachinformation richtet sich an Fachpersonen. Verständliche Angaben für Patientinnen und Patienten enthält der Beipackzettel: dosierung, nebenwirkungen, andere arzneimittel, schwangerschaft und stillzeit.

Aktualisiert:

Fachinformation - mRESVIA, Injektionsdispersion in einer Fertigspritze

Zusammensetzung

Wirkstoffe

Respiratorisches-Synzytial-Virus(RSV)-mRNA-Impfstoff (Nukleosid-modifiziert) enthält als Wirkstoff eine einzelsträngige Boten-RNA (messenger RNA, mRNA) mit 5'-Cap-Struktur, die für das in der Präfusionskonformation stabilisierte RSV-A Glykoprotein F kodiert. Die mRNA ist in Lipid-Nanopartikel eingebettet.

Hilfsstoffe

Heptadecan-9-yl-8-((2-hydroxyethyl)-(6-oxo-6-(undecyloxy)-hexyl)-amino)-octanoat (SM-102), Cholesterin, 1,2-Distearoyl-sn-Glycero-3-Phosphocholin (DSPC), 1,2-Dimyristoyl-rac-Glycero-3-Methoxypolyethylenglycol-2000 (PEG2000-DMG), Trometamol, Trometamolhydrochlorid, Essigsäure, Natriumacetat-Trihydrat, Saccharose, Wasser für Injektionszwecke.

Jede 0.5-ml-Dosis enthält 0.017 mg Natrium.

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

Injektionsdispersion in einer Fertigspritze

Weisse bis cremefarbene Dispersion (pH 7.0 – 8.0).

Eine Einzeldosis-Fertigspritze enthält 0.5 ml des Impfstoffes.

Eine Dosis (0.5 ml) enthält 50 Mikrogramm Respiratorisches-Synzytial-Virus(RSV)-mRNA-Impfstoff (Nukleosid-modifiziert), eingebettet in Lipid-Nanopartikeln.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

mRESVIA ist indiziert für die aktive Immunisierung von Erwachsenen ab 18 Jahren zur Prävention von durch das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) verursachten Erkrankungen der unteren Atemwege (lower respiratory tract disease, LRTD).

Die Anwendung dieses Impfstoffs sollte gemäss den offiziellen Empfehlungen erfolgen.

Dosierung/Anwendung

Dieses Arzneimittel ist durch geschulte medizinische Fachpersonen unter aseptischer Arbeitsweise zu verabreichen, um die Sterilität zu gewährleisten.

Dosierung

Die empfohlene Dosierung von mRESVIA ist eine Einzeldosis von 0.5 ml.

Eine Auffrischungsimpfungsdosis von 0.5 ml kann mit einem Abstand von mindestens 12 Monaten nach der Impfung mit einem RSV-Impfstoff verabreicht werden (siehe Rubrik «Eigenschaften/Wirkungen»).

Art der Anwendung

Nur zur intramuskulären Injektion.

mRESVIA ist vorzugsweise in den Deltamuskel des Oberarms zu verabreichen. Die Injektion ist in standardmässiger aseptischer Technik zu verabreichen.

Der Impfstoff darf nicht intravenös, subkutan oder intradermal injiziert werden.

Der Impfstoff ist nicht mit anderen Impfstoffen oder Arzneimitteln in derselben Spritze zu vermischen.

Hinweise zur Vorbereitung des Arzneimittels vor der Anwendung sowie zu besonderen Anforderungen bezüglich der Handhabung, siehe Rubrik «Sonstige Hinweise».

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird empfohlen, den Handelsnamen und die Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder und Jugendliche

mRESVIA ist nicht für die Anwendung in der pädiatrischen Population indiziert.

mRESVIA ist bei Kindern unter 8 Monaten aufgrund eines erhöhten Risikos für RSV-verstärkte Atemwegserkrankungen kontraindiziert (siehe Abschnitte «Kontraindikationen» und «Unerwünschte Wirkungen»). Die Sicherheit und Wirksamkeit von mRESVIA bei Kindern und Jugendlichen (von 8 Monaten bis zum 18. Lebensjahr) ist bisher noch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in der Rubrik «Zusammensetzung» genannten sonstigen Bestandteile.

Kinder unter 8 Monaten aufgrund eines erhöhten Risikos für schwere und lebensbedrohliche RSV-verstärkte Atemwegserkrankungen (siehe Abschnitte «Dosierung/Anwendung» und «Unerwünschte Wirkungen»).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Überempfindlichkeit und Anaphylaxie

Für den Fall einer schweren Überempfindlichkeitsreaktion, einschliesslich Anaphylaxie, nach Verabreichung des Impfstoffs sollten immer eine angemessene medizinische Behandlung und Überwachung bereitstehen.

Angstbedingte Reaktionen

Angstbedingte Reaktionen einschliesslich vasovagaler Reaktionen (Synkope), Hyperventilation oder stressbedingter Reaktionen können im Zusammenhang mit der Impfung als psychogene Reaktion auf die Spritze auftreten. Es ist wichtig, dass Vorkehrungen getroffen werden, um Verletzungen durch eine Ohnmacht zu vermeiden.

Gleichzeitige Erkrankung

Die Impfung sollte bei Personen mit einer akuten Infektion oder einer fieberhaften Erkrankung verschoben werden. Das Vorliegen einer leichten Infektion wie z.B. einer Erkältung sollte jedoch nicht zum Aufschieben der Impfung führen.

Thrombozytopenie und Gerinnungsstörungen

Wie andere intramuskuläre Injektionen ist auch dieser Impfstoff bei Personen, die Antikoagulanzien anwenden, sowie bei Personen mit Thrombozytopenie oder jeglichen Blutgerinnungsstörungen (wie Hämophilie) mit Vorsicht anzuwenden, da bei diesen Personen nach einer intramuskulären Verabreichung Blutungen oder Blutergüsse auftreten können.

Immungeschwächte Personen

Die Sicherheit und Immunogenität von mRESVIA sind bei immungeschwächten Personen untersucht worden. Bei einigen Personen könnte die Immunantwort auf diesen Impfstoff vermindert sein (siehe Rubriken «Unerwünschte Wirkungen» und «Eigenschaften/Wirkungen»).

Limitierungen der Impfstoffeffektivität

Wie bei allen Impfstoffen ist es möglich, dass die Impfung mit mRESVIA nicht allen geimpften Personen Impfschutz verleiht.

Sonstige Hilfsstoffe mit bekannter Wirkung

Natrium

Dieser Impfstoff enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 0.5-ml-Dosis, d.h. er ist nahezu «natriumfrei».

Interaktionen

Anwendung zusammen mit anderen Impfstoffen

mRESVIA kann gleichzeitig verabreicht werden mit:

  • saisonalen Grippeimpfstoffen, entweder standarddosierten Grippeimpfstoffen oder Hochdosis-Grippeimpfstoffen (nicht adjuvantiert)
  • COVID-19-mRNA-Impfstoff

Schwangerschaft, Stillzeit

Schwangerschaft

Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von mRESVIA bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien zu mRESVIA ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf die Schwangerschaft (siehe Rubrik «Präklinische Daten»).

Als Vorsichtsmassnahme sollte eine Anwendung von mRESVIA während der Schwangerschaft vermieden werden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob mRESVIA in die Muttermilch übergeht.

Fertilität

Es liegen keine beim Menschen gewonnenen Daten zu Auswirkungen von mRESVIA auf die Fertilität vor.

Tierexperimentelle Studien zu mRESVIA ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität bei der Frau. Zur Beurteilung der Reproduktionstoxizität beim Mann liegen keine ausreichenden tierexperimentellen Studien vor (siehe Rubrik «Präklinische Daten»).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

mRESVIA hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Einige der in der Rubrik «Unerwünschte Wirkungen» aufgeführten Wirkungen (z.B. Ermüdung, Schwindelgefühl) können jedoch vorübergehende Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen haben.

Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Das nachstehend dargestellte Sicherheitsprofil und die Angaben zur Häufigkeit der Nebenwirkungen basieren auf Daten aus drei klinischen Studien: Studie 1 bei Erwachsenen im Alter von ≥60 Jahren (n = 18 245), Studie 2 bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 59 Jahren (n = 502) und Studie 3 bei immungeschwächten Erwachsenen ab 18 Jahren (n = 150).

Personen ab 60 Jahren

In Studie 1, in die Personen ab 60 Jahren aufgenommen wurden, waren die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen Schmerzen an der Injektionsstelle (55,9 %), Ermüdung (30,8 %), Kopfschmerz (26,7 %), Myalgie (25,6 %) und Arthralgie (21,7 %). Die meisten der strukturiert erfassten lokalen und systemischen Nebenwirkungen setzten innerhalb von 1 bis 2 Tagen nach der Injektion ein und klangen innerhalb von 1 bis 2 Tagen nach dem Auftreten wieder ab. Die Mehrheit der strukturiert erfassten lokalen und systemischen Nebenwirkungen war von geringer Schwere.

Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren

In Studie 2, in die Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren mit erhöhtem Risiko für eine durch RSV verursachte LRTD aufgenommen wurden, waren die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen Schmerzen an der Injektionsstelle (73,9 %), Ermüdung (36,9 %), Kopfschmerz (33,3 %), Myalgie (28,9 %) und Arthralgie (22,7 %). Die meisten der strukturiert erfassten lokalen und systemischen Nebenwirkungen setzten innerhalb von 1 bis 2 Tagen nach der Injektion ein und hielten im Median 2 Tage an.

Immungeschwächte Personen ab 18 Jahren

In Studie 3, in die Personen ab 18 Jahren mit einer Transplantation eines soliden Organs (SOT; Niere, Leber oder Lunge) in der Vorgeschichte aufgenommen wurden, deckte sich die Reaktogenität nach einer und nach zwei Dosen mit dem bekannten Profil von mRESVIA. Es traten keine unerwarteten sicherheitsrelevanten Ereignisse auf.

Tabellarische Auflistung der unerwünschten Wirkungen

Die gemeldeten Nebenwirkungen sind nach folgenden Häufigkeitsangaben aufgeführt:

Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100, <1/10)

Gelegentlich (≥1/1'000, <1/100)

Selten (≥1/10'000, <1/1'000)

Sehr selten (<1/10'000)

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt (Tabelle 1).

Tabelle 1. Nebenwirkungen nach Verabreichung von mRESVIA

MedDRA-SystemorganklasseHäufigkeitNebenwirkungen
Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsSehr häufigLymphadenopathie*
Erkrankungen des ImmunsystemsGelegentlichÜberempfindlichkeit
Erkrankungen des NervensystemsSehr häufigKopfschmerz
GelegentlichSchwindelgefühl
SeltenPeriphere Gesichtsnervenlähmung (z.B. Bell-Parese)†
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsSehr häufigÜbelkeit/Erbrechen‡
Erkrankungen der Haut und des UnterhautgewebesSeltenUrtikaria§
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenSehr häufig

Myalgie

Arthralgie

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortSehr häufig

Schmerzen an der Injektionsstelle

Ermüdung

Schüttelfrost

Häufig

Fieber

Erythem an der Injektionsstelle

Schwellung/Verhärtung an der Injektionsstelle

SeltenJucken an der Injektionsstelle

* Lymphadenopathie wurde erhoben als «Schwellung axillär (Achselgegend) oder ipsilateraler Druckschmerz auf der Körperseite der Injektion».

†In Studie 1 hatte eine Person in der Impfstoffgruppe als schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis eine an Tag 5 aufgetretene Gesichtslähmung. Innerhalb des Risikozeitfensters von 42 Tagen nach der Injektion wurde eine Bell-Parese und/oder Gesichtslähmung bei 2 Teilnehmenden in der mRESVIA-Gruppe und 2 Teilnehmenden in der Placebogruppe gemeldet. Bei allen 4 Teilnehmenden lagen Risikofaktoren für eine Bell-Parese vor. In Studie 2 hatte eine Person, bei der multiple zugrunde liegende Gesundheitsstörungen als mögliche Einflussfaktoren vorlagen und die eine niedrigere Dosis des Prüfimpfstoffs erhalten hatte, als schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis eine an Tag 43 aufgetretene Bell-Parese.

‡ Bei Personen ab 60 Jahren (Studie 1) als «häufig» gemeldet.

§ Urtikaria wurde sowohl mit akutem Auftreten (innerhalb weniger Tage nach der Impfung) als auch mit verzögertem Auftreten (bis zu etwa zwei Wochen nach der Impfung) beobachtet und kann in der Dauer sowohl akut als auch chronisch (≥6 Wochen) sein.

Säuglinge unter 8 Monaten

In einer pädiatrischen klinischen Studie trat bei Kindern, die im Alter von 5 bis unter 8 Monaten mit mRESVIA oder einem Prüfpräparat mit mRESVIA-Komponenten immunisiert wurden, ein höherer Anteil schwerer RSV-Infektionen auf als bei Kindern, die Placebo erhielten. Dieses Risiko einer durch RSV-verstärkten Atemwegserkrankung gilt nicht für Erwachsene (siehe Abschnitte «Dosierung/Anwendung» und «Kontraindikationen»).

Erwachsene (Auffrischungsimpfung)

Die Sicherheit und Reaktogenität einer Auffrischungsimpfungsdosis von mRESVIA wurden in drei Phase-3-Studien untersucht (siehe Rubrik «Eigenschaften/Wirkungen»). In Studie 4C (n = 543) erhielten Teilnehmende im Alter von ≥50 Jahren, die zuvor eine Einzeldosis mRESVIA erhalten hatten, eine Auffrischungsimpfungsdosis 12 Monate nach ihrer Erstimpfung mit mRESVIA. In Studie 1B (n = 998) erhielten Teilnehmende im Alter von ≥60 Jahren, die zuvor in Studie 1 eine Einzeldosis mRESVIA erhalten hatten, eine Auffrischungsimpfungsdosis 24 Monate nach ihrer Erstimpfung mit mRESVIA. In Studie 5 (n = 506) erhielten Teilnehmende im Alter von ≥60 Jahren, die zuvor mit einem anderen zugelassenen RSV-Impfstoff geimpft worden waren, mRESVIA mindestens 12 Monate nach ihrer Erstimpfung. Studienübergreifend deckte sich das allgemeine Sicherheits- und Reaktogenitätsprofil mit dem etablierten Sicherheitsprofil von mRESVIA.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch

Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung in den klinischen Studien berichtet.

Eine Überdosierung mit mRESVIA ist aufgrund der Einzeldosis-Darreichungsform unwahrscheinlich (siehe Rubrik «Dosierung/Anwendung»).

Im Fall einer Überdosierung wird empfohlen, den Patienten auf jegliche Anzeichen und Symptome von unerwünschten Reaktionen oder Nebenwirkungen zu überwachen und gegebenenfalls umgehend eine geeignete symptomatische Behandlung einzuleiten.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code

J07BX05

Wirkungsmechanismus

mRESVIA ist ein mRNA-basierter Impfstoff, der für das durch Veränderungen der Aminosäuresequenz in der Präfusionskonformation stabilisierte membranständige RSV-A-Glykoprotein F kodiert. Das RSV-A-Präfusions-Glykoprotein ist antigenisch kreuzreaktiv mit dem RSV-B-Präfusions-Glykoprotein. Das Präfusions-Glykoprotein F ist die Zielstruktur neutralisierender Antikörper, die Schutz vor RSV assoziierten Atemwegserkrankungen vermitteln.

mRESVIA stimuliert die Bildung neutralisierender Antikörper gegen RSV-A und RSV-B sowie die Induktion antigenspezifischer zellulärer Immunantworten.

Klinische Wirksamkeit von mRESVIA

Studie 1 – Personen ab 60 Jahren

Die Studie 1 (EudraCT-Nummer 2021 005026 20) ist eine randomisierte, beobachterverblindete, placebokontrollierte Pivot-Studie der Phase 2/3, die in 22 Ländern in Zentral- und Lateinamerika, Afrika, dem asiatisch-pazifischen Raum, Nordamerika und Europa durchgeführt wurde. Die Studie dient der Beurteilung der Sicherheit und Wirksamkeit einer Einzeldosis mRESVIA zur Prävention einer RSV-bedingten LRTD bei Erwachsenen im Alter von ≥60 Jahren mit oder ohne Grunderkrankung.

Die Population für die primäre Wirksamkeitsanalyse ( Per-Protocol-Wirksamkeitsset) umfasste 35 088 Teilnehmende, die entweder mRESVIA (n = 17 572) oder Placebo (n = 17 516) erhielten. Von allen Teilnehmenden waren 50,9% männlich; als ethnische Abstammung gaben 63,5% kaukasisch an, 12,2 % schwarz oder afroamerikanisch und 8,7 % asiatisch und 34,6 % der Teilnehmenden waren hispanischer/lateinamerikanischer Herkunft.

Das mediane Alter betrug 67 Jahre (Bereich: 60–96 Jahre), wobei 63,5 % 60-69 Jahre alt waren, 30,9 % 70-79 Jahre und 5,5 % ≥80 Jahre. Bei insgesamt 6,9 % lagen im Prüfplan definierte Risikofaktoren für LRTD vor [Herzinsuffizienz und/oder chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD)] und bei 29,3 % ≥1 der Komorbiditäten von Interesse. Insgesamt 21,8 % wurden nach der Edmonton Frail Scale als «vulnerabel» oder «gebrechlich» eingestuft.

Die primären Wirksamkeitsendpunkte waren die Prävention einer ersten Episode (von RSV-LRTD) mit ≥2 und mit ≥3 Symptomen im Zeitraum von 14 Tagen bis 12 Monaten nach der Injektion. Eine RSV-LRTD war definiert: als durch reverse-Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion (RT-PCR) bestätigte RSV-Infektion, und radiologische Befunde einer Pneumonie oder erstmaliges Auftreten oder Verschlechterung von ≥2 vorab definierten Symptomen für ≥24 Stunden, darunter Kurzatmigkeit, Husten und/oder Fieber, Giemen, Sputumproduktion, Tachypnoe, Hypoxämie und, pleuritischer Thoraxschmerz.

Die beiden primären Wirksamkeitsendpunkte wurden erreicht (die Untergrenze des alpha-adjustierten Konfidenzintervalls [KI] der Impfstoffwirksamkeit [IW] war > 20 %); die IW betrug 83,7 % (95,88%-KI: 66,0 %; 92,2 %) gegen eine RSV-LRTD mit ≥2 Symptomen und 82,4 % (96,36%-KI: 34,8 %; 95,3 %) gegen eine RSV-LRTD mit ≥3 Symptomen. Diese Analysen wurden nach einer medianen Nachbeobachtungsdauer von 3,7 Monaten durchgeführt.

Eine zusätzliche Wirksamkeitsanalyse wurde nach einer medianen Nachbeobachtungsdauer von 8,6 Monaten (Bereich: 0,5 bis 17,7 Monate) durchgeführt. Eine Einzeldosis mRESVIA erfüllte ebenfalls das Kriterium, das in der primären Analyse hinsichtlich der Prävention einer RSV-LRTD mit ≥2 Symptomen festgelegt worden war (siehe Tabelle 2). Die Impfstoffwirksamkeit gegen eine RSV-LRTD mit ≥3 Symptomen betrug 63,0 % (95%-KI: 37,3 %; 78,2 %; Teilnehmerzahl in der mRESVIA-Gruppe: n = 19 / N = 18 112; in der Placebogruppe: n = 51 / N = 18 045).

Zum Zeitpunkt der zusätzlichen Analyse stimmten Punktschätzer der IW in den Subgruppenanalysen nach Lebensalter, Komorbidität und Gebrechlichkeit grundsätzlich mit der IW in der Gesamtpopulation auf Grundlage des PP-Wirksamkeitssets überein (Tabelle 2).

Tabelle 2. Zusätzliche Analyse der Impfstoffwirksamkeit (IW) von mRESVIA zur Prävention einer ersten Episode einer RSV LRTD (mit 2 oder mehr Symptomen) im Zeitraum von 14 Tagen bis 12 Monaten nach der Injektion nach Subgruppen (Per Protocol-Wirksamkeitsset)

Subgruppe

mRESVIA

Fälle, n/N*

Placebo

Fälle, n/N*

IW, %

(95%-KI)

Gesamt47/18 112127/18 04563,3 (48,7; 73,7)
Altersgruppe
60 bis 69 Jahre31/11 21977/11 17060,1 (39,5; 73,7)
70 bis 79 Jahre10/5 46445/5 43978,0 (56,3; 88,9)
≥ 80 Jahre6/1 4295/1 436n. z.†
Komorbiditäten‡
Keine (0)31/12 75176/12 79659,5 (38,5; 73,4)
Eine oder mehrere (≥ 1)16/5 36151/5 24969,3 (46,1; 82,5)
Gebrechlichkeitsstatus
Fit (0–3)37/13 417104/13 27465,0 (49,0; 75,9)
Vulnerabel/Gebrechlich (≥ 4)9/3 81717/3 88446,5 (-20,0; 76,2)

* Bezogen auf die Zahl der Teilnehmenden in der jeweiligen Subgruppe.

† n. z. = nicht zutreffend aufgrund der geringen Gesamt-Fallzahl in dieser Gruppe

‡ Zu den Komorbiditäten in dieser Analyse zählten chronische kardiopulmonale Erkrankungen einschliesslich Herzinsuffizienz, COPD, Asthma und chronischen Atemwegserkrankungen sowie Diabetes, fortgeschrittene Leber- und fortgeschrittene Nierenerkrankung.

Da Kurzatmigkeit mit schwereren RSV-Erkrankungen assoziiert ist, wurde eine explorative Analyse durchgeführt. Insgesamt 54 Fälle von RSV-LRTD mit Kurzatmigkeit traten auf: 43 in der Placebogruppe und 11 in der mRESVIA-Gruppe.

Wirksamkeit gegen RSV-bedingte LRTD über bis zu 3 RSV-Saisons (mediane Nachbeobachtungs-dauer: 24 Monate)

Nach einer medianen Dauer von 24 Monaten mit Exposition gegenüber bis zu 3 aufeinander-folgenden RSV-Saisons betrug bei Teilnehmenden ab 60 Jahren die IW gegen eine RSV-LRTD 44,3 % (95 %-KI: 32,4; 54,1) bei ≥2 Symptomen und 50,8 % (95 %-KI: 33,2; 63,8) bei ≥3 Symptomen.

Über alle durch Alter, Komorbidität, Gebrechlichkeit und RSV-Subtypen (RSV-A und RSV-B) definierten Subgruppen hinweg stimmte die IW im Allgemeinen mit der IW in der Gesamtpopulation überein.

In einer explorativen Analyse zu RSV-bedingter LRTD mit Kurzatmigkeit im Zusammenhang mit einem schwereren Verlauf betrug die IW 53,2 % (95%-KI: 32,4; 67,6), wobei 89 Fälle bei den Placebo-Empfängern und 42 Fälle bei den mRESVIA-Empfängern auftraten.

Studie 2 – Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren

Studie 2 ist eine randomisierte, doppelblinde Studie der Phase 3 zur Beurteilung der Immunogenität und Sicherheit von mRESVIA bei Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren mit erhöhtem Risiko für eine durch RSV verursachte LRTD. Die klinische Studie wurde in den USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich durchgeführt.

In die Studie konnten Personen aufgenommen werden, bei denen mindestens eine der Gesundheitsstörungen vorlag, die das Risiko für das Auftreten einer RSV-LRTD erhöhen. Von den 494 Teilnehmenden im Per-Protocol(PP)-Set lag bei 59,7 % Diabetes mellitus (DM) vor, bei 38,1 % persistierendes Asthma, bei 20,9 % koronare Herzkrankheit (KHK), bei 10,1 % chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD), bei 8,9 % Herzinsuffizienz und bei etwa 2,4 % eine andere chronische Atemwegserkrankung ausser COPD. Zusätzlich hatten 63,6 % der Teilnehmenden einen BMI von 30 kg/m² oder mehr, was auf eine signifikante Prävalenz von Adipositas in der Studienpopulation hinweist. Das mediane Alter betrug 53 Jahre (Bereich: 19–59 Jahre). Als ethnische Abstammung gaben die meisten Teilnehmenden kaukasisch an (80,2 %), 53,6 % waren weiblichen Geschlechts, und 27,5 % der Teilnehmenden waren hispanischer/lateinamerikanischer Herkunft.

Die Wirksamkeit von mRESVIA in dieser Population wurde aus dem Vergleich der Titer RSV-neutralisierender Antikörper (nAk) an Tag 29 nach der Impfung mit den Titern in einer Teilmenge der Population von Studie 1 im Alter von ≥60 Jahren hergeleitet. Für die geometrischen Mittel der Titer (GMT) der nAk gegen RSV-A und RSV-B wurde Nichtunterlegenheit festgestellt [PP-Set von Studie 2/Per-Protocol-Immunogenitäts (PPI)-Subset von Studie 1; Untergrenze des 2-seitigen 95%-KI des Quotienten der geometrischen Mittel (GMR) > 0,667].

Tabelle 3: Tag-29-nAk-GMT und -GMR (nAk gegen RSV-A und RSV-B) in Studie 2 (Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren mit erhöhtem Risiko für eine durch RSV verursachte LRTD) und Studie 1 (Personen ab 60 Jahren)

mRESVIA

Studie 2 – (PP-Set)

(N = 494)

mRESVIA

Studie 1 – (PPI-Set)

(N = 1 515)

Studie 2

versus

Studie 1

nAk-Titer (IE/ml)N1GMT, modell-basierta95%-KIN1GMT, modell-basierta95%-KIGMR, adjustiert95%-KI
RSV-A49223 24521 326; 25 3361 51319 98819 038; 20 9851,1631,053; 1,285
RSV-B4897 8317 242; 8 4671 5116 9016 603; 7 2131,1351,037; 1,242

GMT = geometrisches Mittel der Titer; GMR = geometric mean ratio (Quotient der geometrischen Mittel); KI = Konfidenzintervall; LRTD = lower respiratory tract disease (Erkrankung der unteren Atemwege); nAk = neutralisierender Antikörper;

PP = Per-Protocol-; PPI = Per-Protocol-Immunogenitäts-; RSV-A = Respiratorisches Synzytial-Virus, Subtyp A; RSV-B = Respiratorisches Synzytial-Virus, Subtyp B.

N1 = Anzahl der Teilnehmenden ohne fehlende Antikörperdaten bei Baseline (Tag 1) und an Tag 29.
a Die modellbasierten GMT werden mit einem Kovarianzanalyse (ANCOVA)-Modell geschätzt.

Studie 3 – Immungeschwächte Personen ab 18 Jahren

In der einarmigen, offenen Phase-3-Studie wurden die Sicherheit, Reaktogenität und Immunogenität von mRESVIA bei 150 erwachsenen Empfängern eines soliden Organtransplantats (SOT; Nieren-, Leber- oder Lungentransplantat) untersucht. Diese Studie wurde in den USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich durchgeführt.

Die Teilnehmenden hatten ihr solides Organtransplantat mindestens 180 Tage vor dem Tag der Einwilligungserklärung erhalten und wandten zur Zeit der Aufnahme in die Studie chronische immunsuppressive Therapie zur Prävention der Abstossung des Allotransplantats an. Eine zweite Dosis mRESVIA wurde etwa 2 Monate (57 Tage) nach der ersten Dosis verabreicht.

Eine Einzeldosis mRESVIA war bei den SOT-Empfängern immunogen. Bis Tag 29 waren robuste Erhöhungen der nAk-Titer sowohl gegen RSV-A als auch gegen RSV-B zu verzeichnen, mit einem Anstieg der geometrischen Mittel (Geometric Mean Fold Rise; GMFR) um den Faktor 4,92 bzw. 3,38. Dieses Ansprechen bestand durchgängig bei allen Arten von Transplantaten. Die Seroresponse-Raten (SRR) an Tag 29 betrugen 51,0 % für RSV-A und 40,1 % für RSV-B.

Eine zweite Dosis könnte zusätzlichen Nutzen bieten, insbesondere bei Personen mit schwerer Immunschwäche. Bis Tag 85 stiegen die GMT-Werte nach einer zweiten Dosis mRESVIA (50 Mikrogramm) zusätzlich an, insbesondere bei den Empfängern von Nieren- und Lungentransplantaten mit GMFR-Werten von 7,07 für RSV-A und 5,17 für RSV-B. Auch die SRR stiegen bis Tag 85 weiter an und erreichten 64,5 % für RSV-A und 56,3 % für RSV-B. Dieses nAk-Ansprechen hatte an Tag 181 weiterhin Bestand, mit GMFR-Werten von 4,5 für RSV-A und 3,8 für RSV-B und SRR von 52,9 % bzw. 45,7 %.

Studien 1B, 4C und 5 – Erwachsene (Auffrischungsimpfung)

In 3 Phase-3-Studien wurde die Auffrischungsimpfung mit mRESVIA nach einer RSV-Erstimpfung untersucht. Studie 4C (n = 543) ist eine einarmige, offene Phase-3-Studie mit Teilnehmenden im Alter von ≥50 Jahren, die nach einer vorausgehenden Impfung mit mRESVIA 12 Monate nach ihrer Erstimpfung mit mRESVIA eine Auffrischungsimpfungsdosis erhielten. In Studie 1B (n = 998) erhielten Teilnehmende, die zuvor in Studie 1 mit mRESVIA geimpft worden waren, eine Auffrischungsimpfungsdosis 24 Monate nach ihrer Erstimpfung mit mRESVIA. Studie 5 (n = 506) ist eine noch nicht abgeschlossene, einarmige, offene Phase 3 Studie mit Teilnehmenden im Alter von ≥60 Jahren, die mindestens 12 Monate nach einer Erstimpfung mit einem anderen zugelassenen RSV-Impfstoff mRESVIA erhielten.

In den Studien 4C und 1B wurden vorab festgelegte Nichtunterlegenheitskriterien erreicht, die das nAk-Ansprechen gegen RSV-A und RSV-B an Tag 29 nach der Auffrischungsimpfung im Vergleich zur Erstimpfung verglichen. In Studie 5 wurde das nAk-Ansprechen an Tag 29 in einer explorativen post-hoc-Analyse untersucht und war vergleichbar mit dem nach der Erstimpfung. Die Auffrischungsimpfung mit mRESVIA ab 12 Monaten nach der Erstimpfung resultierte in Immunreaktionen, die mit denen nach der Erstimpfung – auch mit einem anderen zugelassenen RSV-Impfstoff – vergleichbar waren.

Die Immunantwort gegen RSV nach Impfung mit mRESVIA war in allen demographischen und klinischen Untergruppen, einschliesslich Personen mit chronischen Erkrankungen oder erhöhtem BMI, einheitlich. Bei gesunden Erwachsenen im Alter von 18 bis 59 Jahren wird ebenfalls eine vergleichbare Immunantwort und Impfstoffwirksamkeit erwartet.

Pharmakokinetik

Absorption

Nicht zutreffend.

Distribution

Nicht zutreffend.

Metabolismus

Nicht zutreffend.

Elimination

Nicht zutreffend.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Nierenfunktionsstörungen

Es wurden keine klinischen Studien durchgeführt, um den Einfluss einer eingeschränkten Nierenfunktion zu untersuchen.

Leberfunktionsstörungen

Es wurden keine klinischen Studien durchgeführt, um den Einfluss einer eingeschränkten Leberfunktion zu untersuchen.

Präklinische Daten

Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe, Genotoxizität und Entwicklungs- und Reproduktionstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

Allgemeine Toxizität

Es wurden allgemeine Toxizitätsstudien an Ratten durchgeführt (intramuskuläre Gabe von bis zu 2 Dosen mRESVIA, die die beim Menschen angewandte Dosis überstiegen, einmal alle 3 Wochen, oder intramuskuläre Gabe von bis zu 4 Dosen eines verwandten Impfstoffs einmal alle 2 Wochen). Es wurden vorübergehende und reversible Ödeme und Erytheme an der Injektionsstelle sowie vorübergehende und reversible Veränderungen bei Laborwerten beobachtet (unter anderem ein Anstieg der Eosinophilen, der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit und des Fibrinogens). Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Toxizitätspotenzial für den Menschen gering ist.

Genotoxizität/Kanzerogenität

In-vitro- und in-vivo-Genotoxizitätsstudien wurden durchgeführt, um den neuartigen SM102-Lipidbestandteil des Impfstoffs zu beurteilen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Genotoxizitätspotenzial für den Menschen sehr gering ist. Kanzerogenitätsstudien wurden nicht durchgeführt.

Entwicklungs- und Reproduktionstoxizität

In einer kombinierten Studie zur Entwicklungs- und Reproduktionstoxizität wurden weiblichen Ratten 4-mal jeweils 96 Mikrogramm mRESVIA intramuskulär verabreicht (2-mal vor der Paarung [28 und 14 Tage vorher] und 2-mal nach der Paarung [an Gestationstag 1 und 13]). Antikörper gegen RSV lagen bei den Muttertieren im gesamten vor der Paarung beginnenden und bis zum Ende der Studie an Laktationstag 21 reichenden Zeitraum vor, ebenso bei den Föten und Jungtieren sowie in der Milch. Es traten keine impfstoffbedingten Nebenwirkungen in Bezug auf die Fertilität der Weibchen, die Trächtigkeit, die embryonale oder fötale Entwicklung, die Entwicklung der Jungtiere oder die postnatale Entwicklung auf.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Im Gefrierschrank bei -40 °C bis -15 °C lagern.

Die Fertigspritzen in der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Lagerungsbedingungen nach dem Auftauen

Innerhalb der Haltbarkeitsdauer von 1 Jahr bleibt der Impfstoff den Stabilitätsdaten zufolge für 30 Tage stabil, wenn er bei 2 °C bis 8 °C und vor Licht geschützt gelagert wird. Am Ende dieser 30 Tage ist der Impfstoff sofort zu verbrauchen oder zu entsorgen.

Nach dem Auftauen darf der Impfstoff nicht wieder eingefroren werden.

Nach dem Überführen des Impfstoffs in die Lagerung bei 2 °C bis 8 °C ist das neue Aufbrauchdatum bei 2 °C bis 8 °C auf dem Umkarton zu vermerken.

Wenn der Impfstoff bei 2 °C bis 8 °C erhalten wird, ist er anschliessend bei 2 °C bis 8 °C zu lagern. Das neue Verfallsdatum bei 2 °C bis 8 °C des aufgetaut ausgelieferten Produktes ist auf einer Etikette auf der Aussenpackung angebracht. Bitte beachten Sie, dass das auf der Aussenpackung und auf der Fertigspritze aufgedruckte Verfallsdatum (EXP) für die tiefgekühlte Lagerung zwischen -40 °C bis -15 °C nicht überklebt wird.

Die Fertigspritzen können nach der Entnahme aus der Kühlung bis zu 24 Stunden bei 8 °C bis 25 °C aufbewahrt werden. Innerhalb dieses Zeitraums kann die Handhabung der Fertigspritzen unter Umgebungslichtbedingungen erfolgen. Nach der Aufbewahrung bei 8 °C bis 25 °C nicht wieder im Kühlschrank lagern. Die Spritze ist zu entsorgen, wenn sie innerhalb dieses Zeitraums nicht verwendet wurde.

Transport der aufgetauten Fertigspritzen im flüssigen Zustand im Umkarton bei 2 °C bis 8 °C

Wenn ein Transport bei -40 °C bis -15 °C nicht möglich ist, unterstützen die vorliegenden Daten den Transport einer oder mehrerer aufgetauter Fertigspritzen im flüssigen Zustand bei 2 °C bis 8 °C (innerhalb der Haltbarkeitsdauer von 30 Tagen).

Nach dem Auftauen und Transport im flüssigen Zustand bei 2 °C bis 8 °C dürfen die Fertigspritzen nicht wieder eingefroren und müssen bis zur Verwendung bei 2 °C bis 8 °C aufbewahrt werden.

Hinweise für die Handhabung

Dieser Impfstoff ist durch geschulte medizinische Fachpersonen unter aseptischer Arbeitsweise zu verabreichen, um die Sterilität zu gewährleisten.

Hinweise zur Handhabung von mRESVIA vor der Verwendung

Der Impfstoff ist nach dem Auftauen gebrauchsfertig.

Den Inhalt nicht verdünnen.

Die Fertigspritze vor Gebrauch nicht schütteln.

Jede Fertigspritze ist nur zur einmaligen Verwendung bestimmt.

Die Fertigspritze nicht verwenden, wenn sie heruntergefallen ist oder beschädigt wurde oder das Sicherheitssiegel des Kartons beschädigt ist.

mRESVIA wird als Fertigspritze entweder im gefrorenen oder im aufgetauten Zustand versandt und geliefert (siehe Abschnitt «Besondere Lagerungshinweise»). Wenn der Impfstoff gefroren ist, muss er vor Gebrauch vollständig aufgetaut werden. Jede Fertigspritze ist vor der Verwendung aufzutauen, entweder im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur, gemäss den Anweisungen in Tabelle 4.

Einzelne Blister oder Fertigspritzen können unmittelbar vor Gebrauch aus ihrem Umkarton mit 1 oder 10 Fertigspritzen entnommen und entweder im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur aufgetaut werden. Die restlichen Blister oder Spritzen müssen weiterhin in der Originalverpackung im Gefrierschrank oder Kühlschrank gelagert werden.

Tabelle 4. Bedingungen und Dauer des Auftauens je nach Packungsgrösse und Temperatur vor Gebrauch

PackungsgrösseAnweisungen für das Auftauen und Dauer
Auftautemperatur (im Kühlschrank)Dauer des AuftauensAuftautemperatur (bei Raumtemperatur)Dauer des Auftauens
1 Fertigspritze im Karton2 °C bis 8 °C100 Min.oder15 °C bis 25 °C40 Min.
10 Fertigspritzen im Karton2 °C bis 8 °C160 Min.15 °C bis 25 °C80 Min.
1 Fertigspritze (aus dem Karton entnommen)2 °C bis 8 °C100 Min.15 °C bis 25 °C40 Min.
  • Nach dem Auftauen darf der Impfstoff nicht wieder eingefroren werden.
  • Wenn der Impfstoff aufgetaut wurde, ist die Fertigspritze gebrauchsfertig. Spritzen, die bei Raumtemperatur aufgetaut wurden, nicht wieder im Kühlschrank lagern.
  • Die Fertigspritzen können nach der Entnahme aus der Kühlung bis zu 24 Stunden bei 8 °C bis 25 °C aufbewahrt werden. Innerhalb dieses Zeitraums kann die Handhabung der Fertigspritzen unter Umgebungslichtbedingungen erfolgen. Die Spritze ist zu entsorgen, wenn sie innerhalb dieses Zeitraums nicht verwendet wurde.

Verabreichung

  • Eine Fertigspritze aus dem Blister oder aus der Schale entnehmen.
  • Der Impfstoff ist vor der Verabreichung visuell auf Fremdpartikel und Verfärbungen zu prüfen. mRESVIA ist eine weisse bis cremefarbene Dispersion. Den Impfstoff nicht verwenden, wenn er verfärbt ist oder Fremdpartikel enthält.
  • Die Spritze so halten, dass die Verschlusskappe nach oben zeigt, und die Verschlusskappe entfernen, indem Sie sie gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis sie sich löst. Die Verschlusskappe in einer langsamen, stetigen Bewegung entfernen. Nicht an der Verschlusskappe ziehen, während Sie sie abdrehen.
  • Der Impfstoff ist nach dem Entfernen der Verschlusskappe unverzüglich zu verabreichen.
  • Kanülen sind nicht in der Packung enthalten.
  • Eine sterile Kanüle geeigneter Grösse für die intramuskuläre Injektion verwenden (21 Gauge-Kanüle oder dünner).
  • Die Kanüle anbringen, indem Sie sie im Uhrzeigersinn drehen, bis die Kanüle fest auf der Fertigspritze sitzt.
  • Die gesamte Dosis intramuskulär verabreichen.
  • Die Fertigspritze nach Gebrauch entsorgen.

Entsorgung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Zulassungsnummer

69995 (Swissmedic) mRESVIA Injektionsdispersion in einer Fertigspritze

Packungen

Packungsgrössen:

1 Fertigspritze pro Packung. Die Fertigspritze enthält eine Dosis à 0.5 ml [B].

10 Fertigspritzen pro Packung. Jede Fertigspritze enthält eine Dosis à 0.5 ml [B].

mRESVIA wird in einer Fertigspritze (Polymer) mit Kolbenstopfen und einer Spritzenkappe ohne Kanüle geliefert.

Zulassungsinhaberin

Moderna Switzerland GmbH, Basel

Stand der Information

August 2026

Über dieses Dokument

Quelle: Swissmedic – Arzneimittelinformation (AIPS) · Zulassungsnummer: 69995

Stand der Information laut Text: 08/2026

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